Mamic wechselt nach zagreb: handball-star geht champions league-pfad

Marko Mamic, Abwehrfuchs und Publikumsliebling, verlässt den SC DHfK Leipzig und kehrt in seine kroatische Heimat zurück – zu einem echten Schwergewicht des europäischen Handballs. Nach sieben Jahren in Sachsen, die mit dem Abstieg in die 2. Liga endeten, winkt ihm nun der Sprung zurück in die Königsklasse.

Ein abschied mit tränen und großer wertschätzung

Die Entscheidung für RK Zagreb, den amtierenden Meister und Pokalsieger, fiel Mamic nicht leicht. Wie er gegenüber SPORTBILD verriet, hat er einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der Abschied von Leipzig war emotional, begleitet von Tränen. „Ich möchte mich für die großartige Unterstützung bedanken. Meine Familie und ich hatten hier vom ersten Tag an eine wunderschöne Zeit. Leipzig wird in unseren Herzen immer einen besonderen Platz haben“, so der Nationalspieler.

Seine Wegstation Leipzig war nicht nur sportlich, sondern auch menschlich prägend. Geschäftsführer Karsten Günther erinnerte sich in seiner Abschiedsrede an die anfänglichen Bedenken, als der international erfahrene Spieler nach Sachsen kam. „Ich war vor unserer Begegnung vor siebeneinhalb Jahren ziemlich aufgeregt, weil du so eine Monsterstatur hast und international schon Titel gewonnen hattest und wir noch nichts auf dem Kerbholz hatten.“ Doch Mamic bewies von Anfang an sein Engagement und seine Bodenständigkeit. „50 Sponsoren haben damals zusammengelegt und gesagt, wir machen was zusätzlich, weil unser Etat schon zu war. Das war jeden Cent wert.“

Günther lobte zudem Mamics Direktheit: „Du bist kein Mann vieler Worte. Aber wenn du redest, hören alle zu. Wenn man dich fragt, bekommt man immer eine ehrliche Antwort.“ Eine Qualität, die in der oft von Schönfärberei geprägten Welt des Profisports selten zu finden ist.

Vom abstieg zur champions league – ein handball-märchen?

Vom abstieg zur champions league – ein handball-märchen?

Der Wechsel ist geradezu surreal: Mamic stürzt mit Leipzig in die 2. Liga ab und spielt nur kurze Zeit später wieder in der Champions League. Ein Wechsel, der die Ambitionen von RK Zagreb unterstreicht und gleichzeitig zeigt, wie schnell sich im Profisport die Umstände ändern können. Die Fans in Zagreb dürfen sich auf einen Spieler freuen, der für Stabilität und Leidenschaft in der Abwehr steht. Ob Mamic mit Zagreb die europäischen Titelverteidigung festigen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Seine Entscheidung, in die Heimat zurückzukehren, ist ein Coup für den kroatischen Handball.

Die Geschichte von Marko Mamic ist ein Beweis dafür, dass sportlicher Erfolg nicht nur von Talent abhängt, sondern auch von Charakter und Teamgeist. Sein Abschied von Leipzig mag schmerzhaft sein, doch der Weg nach Zagreb verspricht ein neues Kapitel in einer beeindruckenden Karriere.