Maldera übernimmt: italienischer coach führt ukraine zur em!

Schock und Hoffnung zugleich in Kiew: Andrea Maldera, ein Mann mit italienischem Pass und, wie Andrij Schewtschenko betont, einer „ukrainischen Seele“, wird neuer Nationaltrainer der Ukraine. Der 55-Jährige beerbt Serhij Rebrow, dessen Abgang nach dem verpassten WM-Qualifikationsrennen im April unausweichlich war.

Ein zweijahresvertrag mit ehrgeizigen zielen

Ein zweijahresvertrag mit ehrgeizigen zielen

Der Verband UAF präsentierte Maldera am Montag offiziell und unterstrich die Bedeutung dieser Verpflichtung für die Zukunft des ukrainischen Fußballs. Der Vertrag läuft über zwei Jahre und sieht vor, dass Maldera die Mannschaft zur Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland führen soll. Eine gewaltige Aufgabe, angesichts der aktuellen politischen und sportlichen Herausforderungen, denen sich der ukrainische Fußball stellen muss.

Schewtschenko, der selbst von 2016 bis 2021 als Nationaltrainer wirkte und bereits mit Maldera zusammenarbeitete, lobte dessen Erfahrung und Erfolge. „Andrea verfügt über ein unglaubliches Know-how, das er bei Klubs wie AC Mailand, Brighton & Hove Albion und Olympique Marseille gesammelt hat. Entscheidend ist aber, dass er nun den Wunsch hat, selbst Verantwortung zu übernehmen und als Cheftrainer zu arbeiten.“

Maldera’s bisherige Karriere verlief stets im Schatten großer Namen. Er war Assistent, lernte von den Besten, sammelte wertvolle Erfahrungen. Nun steht er im Rampenlicht und soll das Potenzial der ukrainischen Mannschaft freisetzen. Die Erwartungen sind hoch, die Herausforderungen enorm. Kann Maldera die Ukraine zurück in die europäische Spitze führen?

Die Entscheidung für einen ausländischen Trainer ist ein klares Signal des ukrainischen Verbandes. Man setzt auf frischen Wind, auf neue Impulse und auf eine taktische Flexibilität, die unter Rebrow oft vermisst wurde. Ob diese Wette aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist sicher: Mit Andrea Maldera an der Seitenlinie hat die Ukraine einen erfahrenen und ambitionierten Coach, der bereit ist, alles zu geben, um das Land bei der EM 2028 erfolgreich zu vertreten.