Malagò und abete: ein überraschendes treffen vor dem figc-duell

Rom – Inmitten der turbulenten Lage beim italienischen Fußballverband (FIGC) kommt es zu einer unerwarteten Geste der Freundschaft: Giancarlo Malagò und Giancarlo Abete, die vermeintlichen Rivalen um das Präsidentenamt, wurden am Mittwochabend beim Canova Club in Rom gesichtet – und das in ausgesprochen entspannter Atmosphäre.

Ein abend der zufälle und arrangierten treffen

Ein abend der zufälle und arrangierten treffen

Das Treffen, das im Rahmen eines Events zum Thema Olympische und Paralympische Winterspiele stattfand, wirft Fragen auf. Schließlich stehen sich Malagò und Abete am 22. Juni in einer Wahl gegenüber, um den amtierenden Präsidenten Gabriele Gravina zu beerben. Doch an diesem Abend, so scheint es, waren politische Ambitionen गौदgesehen. Die beiden saßen nebeneinander, tauschten sich aus und wirkten keineswegs wie zukünftige Konkurrenten. Der Zufall will es, dass Malagò selbst als Redner eingeladen war, und das auf Initiative von Abete, der selbst Präsident des Canova Clubs ist – ein Umstand, der die Situation umso bemerkenswerter macht.

Die Einladung erfolgte offenbar vor dem desaströsen Ausscheiden der italienischen Nationalmannschaft bei der WM, ebenso vor Gravinas Rücktritt und den darauffolgenden Unruhen. Diese Umstände machen das Treffen umso kurioser, da es kurz vor dem Beginn des Wahlkampfs stattfand.

Ein Zeichen des Fairplays? Malagò, der bereits eine Viertelstunde vor Beginn des Events eintraf, wurde von Abete herzlich empfangen. Die beiden verbrachten den Abend in angenehmer Gesellschaft, teils nur wenige Sitzplätze voneinander entfernt, und genossen gemeinsam ein mehrgängiges Menü. Abete präsentierte seine Analyse der Olympischen Winterspiele und beleuchtete dabei die wirtschaftlichen Auswirkungen und die strategische Bedeutung dieser Ereignisse für Italien. Sein Vortrag wurde von Malagò aufmerksam verfolgt.

Die beiden scheinbar unbeschwerten Begegnungen, beginnend mit dem Treffen mit Matteo Marani, dem Präsidenten der Lega Pro, und gefolgt von heutigen Gesprächen mit Vertretern der Calciatori und Trainern, deuten auf einen Versuch hin, die Unterstützung der verschiedenen Interessengruppen zu gewinnen. Gerade für Malagò, dessen Kandidatur am 13. Mai offiziell eingereicht werden muss, ist es entscheidend, die Gunst der Calciatori (20% der Stimmen) und der Trainer (10% der Stimmen) zu gewinnen, da sie zusammen 30% der Stimmen in der Wahlversammlung ausmachen.

Es bleibt abzuwarten, ob dieses Treffen ein Zeichen von sportlichem Fairplay oder ein taktischer Schachzug im Vorfeld des FIGC-Wahlkampfs ist. Doch eines ist klar: Die Atmosphäre war von gegenseitigem Respekt und Freundschaft geprägt, selbst wenn die beiden am Ende als Rivalen antreten könnten.

Die Frage, wer am Ende die Nachfolge von Gravina antreten wird, ist noch offen. Aber eines ist gewiss: Die kommenden Wochen werden entscheidend sein und zeigen, wer die besten Argumente vorweisen kann, um das Vertrauen des italienischen Fußballs zu gewinnen.