Malagò präsident: jubel nach knapper mehrheit – serie a zögert!
Rom – Giovanni Malagò ist neuer Präsident des italienischen Fußballverbandes (FIGC). Nach einer spannenden Wahl konnte er sich mit 68,58 Prozent der Stimmen durchsetzen. Ein Sieg, der zwar erwartet wurde, aber deutlich knapper ausfiel als ursprünglich angenommen. Die Freude ist dennoch unverkennbar – zumindest bei Malagò selbst.

Die knappe mehrheit und die zurückhaltung der serie a
„Natürlich bin ich froh! Alles über 61 Prozent war wichtig“, erklärte Malagò unmittelbar nach dem Ergebnis. Dabei spielte er auf die unterschiedliche Unterstützung seitens der verschiedenen Verbände an. Während er die Stimmen der Lega Serie A (18%), Lega Serie B (6%), Assocalciatori und Assoallenatori (30%) sicherstellen konnte, zeigte sich die Serie A deutlich zurückhaltender. Ein Detail, das Malagò nicht zu übersehen war: „Giancarlo (Abete) hat sicherlich etwas herausgeholt, aber ich glaube, etwa ein Drittel der Amateurvereine hat für mich gestimmt. Wie kann man da nicht zufrieden sein?“
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Malagò konnte nicht nur Stimmen von den Profi-Ligen gewinnen, sondern auch Unterstützung aus der Amateurliga (LND) sichern, deren Präsident Abete ist. Der neue Präsident scheint also geschickt die Spaltung zwischen Profi- und Amateurbereich ausgenutzt zu haben, um seine Position zu festigen. Die Lazio-Abstimmung fiel mit 0,9 Prozent gering aus, während der regionale Ausschuss der Lombardei der LND mit 3,7 Prozent seine Stimme für Malagò abgab.
Die Frage, die nun im Raum steht: Wie wird Malagò die unterschiedlichen Interessen der Verbände in Einklang bringen und den italienischen Fußball voranbringen? Die knappe Mehrheit zeigt, dass er auf Kompromisse angewiesen sein wird – und dass die Serie A weiterhin ein kritischer Beobachter bleibt. Ein neuer Präsident, eine neue Ära – aber die Herausforderungen bleiben bestehen.
