Malagò auf dem weg zum figc-präsidenten: mehrheit der stimmen bereits gesichert?

Rom – Giovanni Malagò scheint auf dem besten Weg zu sein, die prestigeträchtige Position des FIGC-Präsidenten zu übernehmen. Der ehemalige Chef des italienischen Sportausschusses (CONI) hält sich zwar noch bedeckt, bis zum Stichtag am 13. Juni, doch die Zeichen deuten klar auf einen Sieg hin. Er kann bereits jetzt auf die Unterstützung von über 50 Prozent der Delegierten zählen, die am 22. Juni wählen werden.

Die zahlen sprechen für sich

Malagò profitiert von der soliden Unterstützung der Serie A, der Fußballer und Trainer. Selbst innerhalb der Lega Nazionale Dilettanti (LND) gibt es Abweichler, die sich nicht hinter ihren eigenen Präsidenten, Giancarlo Abete, versammeln. Die Position der Lega Pro (12 Prozent der Stimmen) und der Serie B (6 Prozent) sind noch entscheidend, doch Malagós bisherige Erfolge lassen wenig Zweifel aufkommen. Die Entscheidung der Serie B fällt voraussichtlich morgen.

Ein interessanter Schachzug war Malagòs Treffen mit Kirsty Coventry, der Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (CIO). „Es ist nur richtig, dass sie im Mittelpunkt steht, ein Zeichen des Respekts“, erklärte Malagò. Auch die Besuche bei Premierministerin Giorgia Meloni und Staatspräsident Sergio Mattarella sind geplant.

Der derby-konflikt und reformbedarf

Der derby-konflikt und reformbedarf

Neben der Präsidentschaftswahl äußerte sich Malagò auch zur angespannten Situation um die gleichzeitige Austragung des Mailänder Derbys und der Internationalen Tennisturniere. „Solche Überschneidungen kommen vor, man braucht gesunden Menschenverstand und sollte sich nicht in starren Positionen verhärten“, forderte er. Er plädierte für einen schnelleren Bau von neuen Stadien, um zukünftige Konflikte zu vermeiden. Die Liga ist dafür zuständig, die Spielpläne festzulegen, und muss gleichzeitig die Interessen des Tennis berücksichtigen.

Luciano Buonfiglio, der aktuelle Präsident des CONI, betonte, dass der neue FIGC-Präsident dringende Reformen, Schutzmaßnahmen und Innovationen in den italienischen Fußball einleiten müsse. Die Uhr tickt, und Malagò scheint bereit zu sein, diese Herausforderung anzunehmen. Die formelle Bestätigung seiner Kandidatur wird voraussichtlich am letzten Tag erfolgen.

Die Faszination für den italienischen Fußball bleibt ungebrochen. Malagòs mögliche Präsidentschaft könnte ein Wendepunkt sein, doch die Zukunft wird zeigen, ob er die Erwartungen erfüllen kann. Ein Punkt ist klar: Der italienische Fußball steht vor einer entscheidenden Phase.