Makhachev und topuria: ein tanz um schuld und geld?

Die Verwirrung um den abgesagten Kampf zwischen Islam Makhachev und Ilia Topuria beim UFC Casa Blanca spitzt sich zu. Während die UFC offiziell eine Handverletzung Makhachevs als Grund nannte, schiebt der Dagestaner die Schuld nun vehement auf Topuria, der angeblich exorbitante finanzielle Forderungen stellte.

Die eskalation des streits

Die Geschichte ist kompliziert und voller widersprüchlicher Aussagen. Bereits vor Wochen gab es Berichte, dass Topuria, auch bekannt als 'El Matador', am Tag vor der Bekanntgabe des Kampfes bereits davon ausging, gegen Makhachev anzutreten. Doch dann folgte die überraschende Absage. Topuria behauptet, Makhachev habe sich plötzlich zurückgezogen, nachdem er finanzielle Forderungen gestellt hatte. Eine Version, die nun von Makhachev selbst vehement unterstützt wird.

“Ich wurde angerufen, mir wurde der Kampf bestätigt, ich habe verbal zugestimmt, aber mir wurde nie ein Vertrag zugestellt,” erklärte Makhachev in einem Interview mit Ushatayka. “Das Letzte, was mir mitgeteilt wurde, war, dass Topuria eine enorme Geldsumme forderte. Die UFC hat dies einfach abgelehnt, und so ist es passiert.” Dieser Vorwurf ist ein klarer Seitenhieb gegen den aufstrebenden Star aus Spanien und deutet auf einen tiefgreifenden Konflikt zwischen den beiden Kämpfern und ihren jeweiligen Teams hin.

Ali Abdelaziz, Makhachevs Manager, scheint ebenfalls wenig Gutes über Topuria zu denken. Er hat die Anschuldigungen über die finanziellen Forderungen unterstützt, was die Glaubwürdigkeit der Geschichte weiter verstärkt. Dana White, der UFC-Boss, bestätigte zwar die Handverletzung, räumte aber auch ein, dass es finanzielle Diskussionen gegeben hatte. Er deutete an, dass die Forderungen Topurias überzogen gewesen seien.

Ein sommer voller überraschungen für die ufc?

Ein sommer voller überraschungen für die ufc?

Die Situation ist umso brisanter, da Topuria nun tatsächlich beim UFC Casa Blanca im Ring stehen wird – gegen Justin Gaethje. Es wirft ein schlechtes Licht auf Makhachev, der sich monatelang für einen Kampf eingesetzt hat, nun aber scheinbar ausscheidet. Ein Comeback im August bei UFC 294 gegen Ian Garry ist zwar wahrscheinlich, aber die Frage bleibt, ob dieser Kampf die gleiche Aufmerksamkeit erregen wird wie ein Duell mit Topuria.

Die UFC hat in diesem Sommer bereits eine Reihe spektakulärer Kämpfe angesetzt, darunter das Comeback von Conor McGregor gegen Max Holloway. Sollten sowohl Topuria als auch Makhachev ihre jeweiligen Kämpfe gewinnen, könnte ein Kampf zwischen den beiden zu einem der größten Ereignisse in der Geschichte der UFC werden. Die Frage ist, ob die UFC bereit wäre, dem hispano-georgischen Kämpfer den Aufstieg in eine höhere Gewichtsklasse zu ermöglichen, um diesen Traumkampf zu realisieren. Die Finanzströme und der immense Druck der Fans würden sicherlich eine entscheidende Rolle spielen.

Die Affäre um den abgesagten Kampf zeigt jedoch auch die Schattenseiten des Geschäfts. Geld, Egos und strategische Entscheidungen können die besten Pläne durchkreuzen und Fans enttäuschen. Die Wahrheit wird sich wohl erst im Laufe der Zeit herauskristallisieren, aber eines ist sicher: Der Streit zwischen Makhachev und Topuria ist noch lange nicht beigelegt.