Mainz vor historischem viertelfinale: amiri-comeback denkbar?
Die Luft in Mainz knistert vor Spannung. Am Donnerstag empfängt der 1. FSV Mainz 05 im Viertelfinal-Hinspiel der Conference League den ambitionierten Vertreter Racing Straßburg – ein historischer Moment für den Verein, denn es ist das erste Mal, dass Mainz überhaupt in einem europäischen Viertelfinale steht. Urs Fischer und sein Team haben die Pflicht erfüllt, nun winkt die Chance auf einen echten Coup.
Euphorie und abstiegssorgen im verborgenen
Die Rheinhessen sind zwar nicht mehr in akute Abstiegsgefahr, doch die Euphorie, die sich im Mainz rund um das Europaabenteuer entwickelt hat, ist unverkennbar. Nach drei Siegen in der Bundesliga hat man einen guten Vorsprung herausgeschaffen, sodass der Fokus nun voll und ganz auf dem Conference-League-Duell liegt. Das Team will diese einmalige Chance nutzen und den Traum vom großen Finale am Leben erhalten.
Ein besonderer Zuwachs könnte die Mainzer am Donnerstagabend auf dem Platz sehen lassen: Nadiem amiri, der in den letzten Wochen aufgrund einer Fersenverletzung fehlte, könnte nach seiner Genesung wieder in den Kader rücken. Fischer ließ am Mittwoch in der Pressekonferenz ein geheimnisvolles Lächeln auf seine Lippen kommen, als er auf die Frage nach Amiris Einsatz angesprochen wurde. „Wenn er auf der Bank sitzt, kann er spielen. Sonst würde er nicht auf der Bank sitzen“, ließ er wissen, ohne eine definitive Antwort zu geben. Die Fans dürfen sich also auf eine Überraschung einstellen.

Straßburg: der gegner mit der vergangenheit
Racing Straßburg ist kein unbekannter Name. Der Verein, der einst die französische Liga dominierte und dreimaliger Pokalsieger ist, hat sich in den letzten Jahren wieder zurückgekämpft und präsentiert sich als eine der stärksten Mannschaften der Ligue 1. Im Achtelfinale der Conference League gegen HNK Rijeka zeigten die Elsässer ihre Stärke und konnten sich letztendlich durchsetzen. Die Mainzer stehen vor einer enormen Herausforderung.
Die Fans der Mainzer zeigen ihre Unterstützung mit einem klaren Signal: „Alle in Rot“ lautet das Motto für das Heimspiel. Dieses Motto wurde den Spielern nach dem Sieg gegen Hoffenheim auf einem Banner präsentiert – ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und der unbedingten Unterstützung für die Roten. Die Auswärtshools von Straßburg wurden schnell ausverkauft, was die hohe Erwartungshaltung unterstreicht.
Die Reise nach Straßburg, nur etwa 160 Kilometer entfernt, verspricht ebenfalls ein spannendes Duell zu werden. Die Mainzer wollen die Heimstärke nutzen, um sich einen Vorteil für das Rückspiel zu verschaffen. Doch Fischer mahnt zur Vorsicht. „Es hört sich profan an, aber es ist wirklich wichtig, von Spiel zu Spiel zu denken“, betonte der Coach.
Die Mainzer wissen, dass sie gegen Straßburg ihre bisher größte Hürde in der Conference League überwinden müssen. Doch mit der Unterstützung ihrer Fans und dem Willen zum Erfolg wollen sie den Traum vom europäischen Titel weiterleben lassen. Das Viertelfinale ist eine Chance, die Mainz 05 nicht ungenutzt lassen wird.
