Mainz bangt um amiri: viertelfinal-poker vor straßburg!
Ein Raunen ging durch die Mainzer Kurve, als Trainer Urs Fischer vor dem brisanten Conference-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen Straßburg über den Einsatz von Nadiem amiri schwärmte – oder eben nicht.
Unsicherheit um schlüsselspieler amiri
Die Frage, ob der kreative Mittelfeldspieler, der seit Februar wegen einer Fersenverletzung ausfällt, in Straßburg überhaupt auf dem Platz stehen wird, ließ Fischer bewusst im Nebel tappen. „Wenn er auf der Bank sitzt, kann er spielen“, deutete er an, doch mehr verriet er nicht. Die Fans hoffen natürlich auf eine Überraschung – amiri ist ein wichtiger Faktor für das Mainzer Spiel, und seine Rückkehr könnte den Ausschlag geben.
Am Mittwoch nahm der 29-Jährige zumindest am Training teil, ein positives Zeichen, das aber noch keine Garantie für seinen Einsatz darstellt. Fischer betonte, dass er sich bei seiner Entscheidung von der Einschätzung des medizinischen Teams leiten lässt und den Spieler schützen will.

„Zwölfter mann“ soll den unterschied machen
Doch nicht nur amiri steht im Fokus. Fischer setzt große Stücke auf die Unterstützung der Fans, die das Stadion am Donnerstagabend in ein Tollhaus verwandeln sollen. „Der zwölfte Mann hat uns schon die ganze Zeit toll unterstützt“, so der Schweizer Coach. „Morgen ist ein besonderes, ein historisches Spiel. Ich gehe davon aus, dass der zwölfte Mann bereit sein wird.“ Die Euphorie in Mainz ist spürbar, und die Spieler wollen diese Energie auf dem Platz abrufen.

Straßburg: der angstgegner mit serienstärke
Im Lager des Gegners aus Straßburg schlummert keine Selbstgefälligkeit. Fischer warnte vor der „wirklich enormen spielerischen Qualität“ der Franzosen. „Sie haben eine gute Mischung, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Wenn sie Raum bekommen, dann wirst du Mühe haben.“ Straßburg hat die Ligaphase der Conference League als Erster abgeschlossen und ist seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen – eine beeindruckende Serie, die den Mainzern alles andere als einen einfachen Job vorwirft. Die Mainzer, die sich in der Bundesliga mühsam aus dem Abstiegskampf gerettet haben, können dagegen auf eine Serie von acht ungeschlagenen Spielen bauen.
Die Nullfünfer haben sich zuletzt im Mittelfeld der Bundesliga etabliert, doch in der Conference League gilt es, eine neue Liga zu bezwingen. Und das könnte ohne amiri schwieriger werden. Nur die Zeit wird zeigen, ob der Mittelfeldstratege seine Qualitäten beweisen kann.
