Mainz atmet auf: comebacks beflügeln die nullfünfer nach niederlage
Die gestrige 0:1-Niederlage gegen Freiburg mag schmerzen, doch in Mainz dürfte man sie mit einem deutlich leichteren Herzen verdauen als befürchtet. Zwei lange verletzte Leistungsträger sind zurück, und das gibt dem Team neuen Auftrieb.

Doppelte erleichterung nach längerer wartezeit
Nach zuvor neun Pflichtspielen ohne Niederlage war die Enttäuschung über die Heimschlappe gegen die Breisgauer spürbar. Doch die Rückkehr von Nadiem Amiri und Anthony Caci wiegt schwerer. Beide waren dem Team über einen längeren Zeitraum hinweg gefehlt, und ihre Comebacks als Joker gegen Freiburg senden ein klares Signal: Mainz ist wiederhandlungsfähig.
Caci fehlte seit dem 20. September, bedingt durch eine Muskelsehnenverletzung im Oberschenkel und anschließende Reha-Rückschläge. Amiri kehrte nach Problemen an der Fußsohle, die ihn seit dem 20. Februar außer Gefecht gesetzt hatten, wieder ins Team zurück. Ihre Abwesenheit hatte den Kader spürbar geschwächt, insbesondere angesichts der weiteren Ausfälle von Spielern wie Hanche-Olsen, Bell, Silas und Hollerbach.
Der Unterschied im Kader ist offensichtlich: Während Freiburg nach dem Europa-League-Viertelfinale gegen Celta Vigo sechs Wechsel in der Startelf vornahm, konnte Mainz-Coach Urs Fischer lediglich zwei Positionen verändern. Die Tatsache, dass Amiri und Caci bereits nach ihrer Einwechslung Akzente setzen konnten, bestärkt Fischer in seiner Einschätzung: „Sie sind zwar noch nicht im Rhythmus, aber in einzelnen Aktionen haben sie ihre Fähigkeiten bereits wieder gezeigt.“
Die Bedeutung der beiden Spieler für die anstehenden Aufgaben, insbesondere dem Rückspiel in der Conference League gegen Straßburg, darf nicht unterschätzt werden. Mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang steht der Klassenerhalt zwar außer Frage, doch die Rückkehr der Leistungsträger gibt dem Team zusätzlichen Schwung und Selbstvertrauen. Die Nullfünfer können sich auf die kommenden Herausforderungen stützen – mit einem stärkeren und breiteren Kader als in den vergangenen Wochen.
Die Niederlage gegen Freiburg war zwar bitter, doch sie hat gezeigt, dass Mainz auch mit personellen Engpässen bestehen kann. Und mit Amiri und Caci im Rücken ist das Team nun noch besser gerüstet, um die Saison erfolgreich zu beenden.
