Mainz 05 schreibt geschichte: erstes europacup-viertelfinale nach sieg über olomouc
Mainz 05 steht im Viertelfinale der Conference League. Der 19. März 2026 ist ein Datum, das sich in die Annalen des Vereins einbrennt. Die Rheinhessen schlugen Sigma Olomouc mit 2:0 und schafften damit das, was bislang undenkbar war: ein Platz unter den besten acht europäischen Teams.

Posch und sieb schießen mainz in neue dimension
Stefan Posch köpfte nach Flanke von Paul Nebel die Führung heraus, nur Sekunden nach Wiederanpfiff. Armindo Sieb setzte 14 Minuten vor Schluss den Schlusspunkt. Dazwischen: ein Platzverweis gegen Olomoucs Peter Barath, der die Tschechen entzauberte. Mainz spielte danach mit einem Extra-Mann, nicht mit Extra-Nerven. Der Ball lief, das Momentum auch.
Die Zuschauer im Mewa Forum erlebten kein Spiel, sie erlebten eine Demontage im Minutentakt. Olomouc kam nach der Pause nicht mehr ins letzte Drittel, Mainz kontrollierte Tempo und Räume. Die Mainzer Defensive stand so sicher wie Beton, die Offensive so scharf wie Rasierklingen. Ein 0:0 im Hinspiel? Vergessen. Dieser Abend gehört ganz der 05er.
Und jetzt? Mainz darf träumen. Leipzig wartet am 28. Mai mit dem Finale. Erst einmal kommt ein Gegner, der Name wird am Freitag gezogen. Heimrecht im ersten Duell am 9. April. Die Bundesliga? Die liegt im Keller, aber das spielt plötzlich keine Rolle mehr. Die Conference League ist das Ventil, das den Druck aus der Liga entlässt.
Trainer Urs Fischer sagte vor dem Spiel, man wolle „mutig sein“. Seine Mannschaft war mehr. Sie war dreist, zielstrebig, hungrig. Ein Abstiegskandidat, der in Europa den Takt vorgibt – das ist die Pointe, die den Sport ausmacht. Mainz 05 lebt zweimal: einmal in der Realität der Liga, einmal in der Fantasie des Europacups. Letztere ist gerade greifbar geworden.
