Mainz 05: rückkehrer geben kraft – kann weiper gegen straßburg treffen?
Die Stimmung im Mainz 05-Lager ist besser als seit Wochen. Fünf verletzte Spieler sind zurück im Training, was Trainer Urs Fischer vor dem Europa-League-Viertelfinalhinspiel gegen Straßburg am Donnerstag (21:00 Uhr, LIVE! bei kicker) eine willkommene taktische Flexibilität verschafft. Nur Silas und Benedict Hollerbach, die beide operiert werden mussten, fehlen noch.
Personelle engpässe trotz rückkehr wichtiger kräfte
Nachdem Amiri, Caci, Bell, Hanche-Olsen und Zentner wieder voll ins Training eingestiegen sind, sieht Fischer die Mannschaft auf einem guten Weg. „Sie sind auf einem guten Weg zurück. Sie konnten eigentlich alles mitmachen“, so der Coach. Ein sofortiger Einsatz gegen Straßburg kommt jedoch nach den längeren Ausfällen angesichts der notwendigen Konditionsarbeit überraschend. Besonders im Fall von Anthony Caci, der in Straßburg seine fußballerische Ausbildung genoss und dort bis 2022 107 Ligue 1-Spiele bestritt, könnte ein Startelf-Einsatz im Rückspiel wahrscheinlicher sein.
Doch es gibt auch Schattenseiten: Sheraldo Becker steht aufgrund fehlender Europapokalberechtigung nicht zur Verfügung, was Fischer vor eine interessante Entscheidung stellt. Zwischen Nelson Weiper und Armindo Sieb wird er rotieren müssen, wobei Weiper im Achtelfinal-Rückspiel den Vorzug erhalten hatte, bevor Sieb mit dem entscheidenden Tor zum 2:0-Sieg traf. „Ich bin mir fast sicher, dass der, der nicht von Beginn an spielt, im Laufe des Spiels noch Einsatzzeit bekommt“, deutet Fischer an, ohne seine Pläne preiszugeben.

Straßburg reist mit großer anhängerschaft an – panichelli fehlt
Für Mainz bedeutet das Duell gegen Straßburg eine notwendige Veränderung in der Startelf. Die Elsässer, die erstmals seit 46 Jahren das Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs erreichen, bringen mindestens 2300 Fans ins Stadion. Ihre beeindruckende Entwicklung, die von einer Insolvenz 2012 bis zur Rückkehr in die Ligue 1 führte, ist bemerkenswert. Allerdings müssen sie ohne ihren Leistungsträger Joaquin Panichelli auskommen, der sich bei einem Länderspiel schwere Verletzungen zugezogen hat – ein Schock für die Straßburger Angriffsreihe.
Die Mainzer stehen nun vor einer Herausforderung: Sie müssen sich gegen eine strauchelnde, aber kampfstarke Straßburger Mannschaft durchsetzen und gleichzeitig die eigene taktische Flexibilität unter Beweis stellen. Das Hinspiel wird zeigen, ob Fischer die richtige Mischung gefunden hat, um den Einzug ins Halbfinale zu ermöglichen. Die Ausgangslage ist klar: Es wird ein enges Spiel.
