Mainz 05: comeback-hoffnungen vor europa-duell gegen straßburg!
Die Vorfreude auf das Conference-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen Racing Straßburg ist groß, doch Trainer Urs Fischer muss sein Personal noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Mainz 05 kann auf eine Trainingsgruppe zurückgreifen, die seit langer Zeit so besetzt ist – ein Lichtblick vor dem wichtigen Duell.

Personelle lage vor dem europa-rückrunden-highlight
Die personellen Sorgen bei den 05ern lockern sich merklich. Nach ihren jeweiligen Verletzungen kehrten am Dienstag und Mittwoch gleich fünf Spieler ins Teamtraining zurück: Nadiem Amiri, Anthony Caci, Stefan Bell, Andreas Hanche-Olsen und der wichtige Torwart Robin Zentner. Fischer zeigte sich zufrieden: „Sie sind auf einem guten Weg zurück. Sie konnten eigentlich schon alles mitmachen.“ Allerdings fehlen dem Kader weiterhin die Langzeitverletzten Silas und Benedict Hollerbach, deren Ausfall schmerzt.
Im Sturm kommt es nun zu einem interessanten Duell um den Platz an der Spitze. Sowohl Nelson Weiper als auch Armindo Sieb buhlen um den Vorzug von Fischer. Weiper durfte im Achtelfinal-Rückspiel bereits starten, wurde dann aber 20 Minuten vor Schluss von Sieb ersetzt, der mit dem 2:0-Siegtreffer für den entscheidenden Moment sorgte. Fischer wird seine Entscheidung jedoch keinesfalls verraten, betonte aber: „Ich bin mir fast sicher, dass der, der nicht von Beginn an spielt, im Laufe des Spiels noch Einsatzzeit bekommt.“
Ein besonderes Augenmerk gilt Anthony Caci, der in Straßburg seine fußballerische Ausbildung genoss und dort bis 2022 107 Ligue 1-Spiele bestritt. Ein Einsatz von Caci, der nach seinen Verletzungspausen etwas überraschend kommen könnte, hält Fischer jedoch für möglich – möglicherweise sogar erst im Rückspiel.
Doch es gibt auch Veränderungen in der Startelf. Mainz konnte im Winter lediglich drei der vier Neuzugänge bei der UEFA melden – Sheraldo Becker ist im Europapokal weiterhin nicht spielberechtigt. Die Fans reisen mit mindestens 2300 Anhängern an, das offizielle Kontingent war bereits in wenigen Minuten vergriffen. Straßburg feiert nach 46 Jahren erstmals wieder die Qualifikation für das Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs – eine bemerkenswerte Geschichte, die 2011 mit der Insolvenz und dem Neustart in der fünften Liga begann.
Die Elsässer müssen allerdings ohne ihren Leistungsträger Joaquin Panichelli auskommen, der sich bei seinem Einsatz für die argentinische Nationalmannschaft das Kreuzband riss und dem Team für längere Zeit fehlen wird. Ein Schicksal, das er sich mit den Mainzer Spielern Silas und Hollerbach teilt. Das Hinspiel verspricht somit ein spannungsgeladenes Duell zweier Teams mit unterschiedlichen Geschichten und großen Ambitionen.
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