Mainz 05: comeback-hoffnungen und taktische kniffe vor straßburg-duell!
Die Vorfreude auf das Conference-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen Straßburg ist groß, doch beim 1. FSV Mainz 05 herrscht fieberhafte Eilm-Arbeit hinter den Kulissen. Mit dem nahezu vollständigen Kader im Training keimen neue Hoffnungen auf, während Trainer Urs Fischer vor der wichtigen Aufgabe steht, die richtige Aufstellung zu finden.
Personelle lage und rückkehrer
Nach der Rückkehr von gleich fünf Spielern – Nadiem Amiri, Anthony Caci, Stefan Bell, Andreas Hanche-Olsen und Robin Zentner – ist die Situation im Mainz-Team deutlich entspannter. Lediglich die langfristig verletzten Silas und Benedict Hollerbach fehlen weiterhin. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den letzten Wochen, in denen der Kader arg dezimiert war. Fischer zeigte sich zufrieden: "Sie sind auf einem guten Weg zurück. Sie konnten eigentlich alles mitmachen."

Sturm-frage: weiper oder sieb?
Im Angriff stehen die Zeichen der Frage. Nelson Weiper und Armindo Sieb buhlen um den Platz neben den etablierten Kräften. Im Achtelfinal-Rückspiel gegen Qarabağ hatte Weiper den Vorzug erhalten, wurde dann aber 20 Minuten vor Schluss von Sieb ersetzt, der mit dem entscheidenden Tor zum 2:0-Endstand für die Entscheidung sorgte. Fischer wird seine Wahl wohl bis zum letzten Moment geheim halten, betonte aber, dass beide Spieler eine Chance haben: "Ich bin mir fast sicher, dass der, der nicht von Beginn an spielt, im Laufe des Spiels noch Einsatzzeit bekommt."

Straßburg reist mit großer anhängerschaft
Das Hinspiel in Straßburg verspricht eine außergewöhnliche Atmosphäre zu werden. Mindestens 2300 Fans der Elsässer werden die Reise nach Mainz antreten, um ihr Team zu unterstützen. Die Tickets waren in kürzester Zeit vergriffen, was den enormen Enthusiasmus für das Europa-Abenteuer unterstreicht. Straßburg selbst feiert ebenfalls: Nach einer Insolvenz und einem Neustart in der fünften Liga gelang ihnen vor sechs Jahren die Rückkehr in die Ligue 1, und nun stehen sie zum ersten Mal seit 46 Jahren im Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs. Präsident Keller betonte die Bedeutung dieser europäischen Teilnahme für das Projekt Straßburg.
Doch es gibt auch einen Wermutstropfen für die Franzosen: Der etatmäßige Torjäger Joaquin Panichelli fällt nach einem Kreuzbandriss langfristig aus. Panichelli erzielte wettbewerbsübergreifend 18 Treffer in dieser Saison und wird eine große Lücke in der Straßburger Offensive hinterlassen. Das macht die Aufgabe für Mainz zwar etwas leichter, aber Fischer mahnt zur Vorsicht: "Straßburg ist ein unangenehmes Team, das seine Chancen vorne macht."
Ein Wechsel in der Mainzer Startelf ist somit unausweichlich. Sheraldo Becker ist im Europapokal nicht spielberechtigt, was Fischer vor die Wahl stellt, wer den Platz im Sturm einnehmen wird. Die Spannung steigt, und es bleibt abzuwarten, welche Taktik der Coach gegen das formstarke Straßburg wählen wird. Eines ist sicher: Mainz wird alles daran setzen, einen wichtigen Vorteil für das Rückspiel mitzunehmen.
