Mahutschich fliegt über 2,01 m – onnen bleibt in torun mit 1,89 m weit zurück

Jaroslawa Mahutschich hat die Hallen-WM in Torun zur Ein-Personen-Show gemacht. Die ukrainische Weltrekordlerin riss 2,01 m im ersten Versuch, ließ die Stange dann zwar drei Mal bei 2,06 m zittern – Gold war längst sicher. Imke Onnen hingegen schaffte nur 1,89 m und wurde Achte. Das ist kein Ausrutscher, sondern ein Spiegelbild der wachsenden Kluft zwischen interneller Spitze und deutschem Hochsprung.

Drei silbermedaillen und ein klasse-unterschied

Drei silbermedaillen und ein klasse-unterschied

Die Konkurrenz hinter Mahutschich lieferte sich ein Drama im Millimeter-Bereich. Nicola Olyslagers, Angelina Topic und Julija Lewtschenko kamen alle auf 1,99 m – und auf exakt gleiche Fehlversuche. Folge: drei Silbermedaillen, kein Platz drei. Die Statistiker jubeln, Onnen muss sich fragen, warum sie selbst ihre Saisonbestleistung von 1,93 m nicht anbot. Platz fünf wäre drin gewesen, stattdessen reichte es nur zu Rang acht.

Das deutsche Team reiste mit 14 Aktiven an, doch die großen Namen fehlen. Malaika Mihambo schonte sich für die Sommersaison, andere verzichteten ebenfalls. Die Konsequenz: Aufsehen erregende Momente bleiben aus, während Mahutschich ihre Dominanz weiter ausbaut. 2,10 m Außenluft-Weltrekord, Olympiasieg, jetzt Hallen-Gold – die 24-Jährige scheint aus einem anderen Holz geschnitzt.

Für Onnen ist die Bilanz bitter. Mit 31 Jahren steht sie vor der Frage, wie viele Anläufe ihr noch bleiben, um in die internationale Spitze zurückzukehren. Die Saison ist jung, doch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Zwischen 1,89 m und 2,01 m liegen nicht nur zwölf Zentimeter, sondern eine Welt.