Magnier dominiert die corsa rosa: dreifacher etappensieg katapultiert ihn an die spitze!

Pieve di Soligo bebte heute ein Feuerwerk des französischen Fahrers Paul Magnier. Der Soudal-Sprinter pulverisierte die Konkurrenz und sicherte sich den dritten Etappensieg in Folge, festigt seine Führung in der maglia ciclamino und schreibt Geschichte im Giro d'Italia.

Ein tag der hitze und dramen vor den dolomiten

Ein tag der hitze und dramen vor den dolomiten

Nach einer brutalen Hitzephase, in der die Temperaturen die 35-Grad-Marke knallten, und einem Durchschnittstempo von 43,5 km/h schien das Peloton zunächst eine Atempause zu genießen. Doch die Spannung erreichte ihren Höhepunkt am „Muro di Ca’ del Poggio“ – eine 1,1 Kilometer lange, 12,3-prozentige Steigung, die alles abverlangte. Parallel dazu schockierte die Nachricht von Jannik Sinners Aus in Roland Garros die italienische Presselandschaft und trug zu einer aufgeladenen Atmosphäre bei.

Eulalio, der zuvor an einer Verpflegungsstation stürzte, zeigte eine bemerkenswerte Leistung, attackierte entschlossen, doch das Team Visma-Lease a Bike ließ sich nicht überraschen. Piganzoli übernahm die Aufgabe des Ausreiters, und Vingegaard setzte sich an die Spitze, krönte die Anstrengung mit einem souveränen Sieg. Der Däne wirkte dabei nicht mit der unbändigen Aggressivität seines Vorgängers Pogacar, demonstrierte aber unmissverständlich seine Ambitionen im Kampf um das Rosa Trikot.

Narváez hingegen wirkte angeschlagen, seine Leistung von gestern in Andalo war bereits enttäuschend gewesen, und heute schien die Kraft zu fehlen. Aular versuchte zwar, sich in die vorderen Reihen zu positionieren, blieb aber isoliert. Die finale Entscheidung lag bei Magnier, der von Stuyven perfekt unterstützt wurde. Ein Schlusssprint, der keine Fragen ließ: Magnier feierte seinen dritten Etappensieg – ein Triumph, der seine Klasse eindrucksvoll unterstreicht.

Die kommenden Tage versprechen weitere Zerreißproben. Morgen folgt die Königsetappe, gefolgt von der gnadenlosen Monsteranstieg in Piancavallo am Samstag. Die Dolomiten werden den Giro d'Italia in eine finale, entscheidende Phase führen. Es bleibt abzuwarten, ob Magnier seine Dominanz aufrechterhalten kann und ob er in Rom auf dem Kopfsteinpflaster des Zirkus den historischen Vierfachsieg feiern kann.