Magie versagt: orlando erlebt historische nba-pleite

Schock in Orlando! Die Magic haben in Spiel 6 gegen die Pistons eine der unglaublichsten Niederlagen in der Geschichte der NBA erlebt – ein Zusammenbruch, der selbst erfahrene Basketballfans sprachlos zurückließ. Nach einer sensationellen ersten Halbzeit, in der sie eine 22-Punkte-Führung herausspielten, lösten sie sich in der zweiten Hälfte förmlich auf und gaben die Führung in einer Weise preis, die in den Playoff-Annalen ihresgleichen sucht.

Ein historischer einbruch: die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Die Pistons gewannen die zweite Hälfte mit 55:19 – ein Ergebnis, das geradezu surreal wirkt. Dieser Turnaround ist der viertgrößte in den NBA-Playoffs überhaupt. Nur die Clippers 2019 gegen die Warriors, die Cavaliers 2017 gegen die Pacers und die Thunder 2015 gegen die Grizzlies konnten einen größeren Rückstand in den Playoffs umkehren. Doch was diesen Abend für Orlando so besonders – und schmerzhaft – machte, waren nicht nur die Punkte, sondern die Art und Weise, wie sie verloren gingen.

23 Fehlversuche in Folge! Das ist die Bilanz der Magic bei Dreipunktewürfen in der zweiten Halbzeit – ein Rekord in der NBA seit Beginn der detaillierten Aufzeichnungen (1996/97). Die gesamte Punkteausbeute in der zweiten Hälfte – lediglich 19 Zähler – ist der schlechteste Wert in einer Playoff-Halbzeit überhaupt, und unterbietet den bisherigen Negativrekord von 23 Punkten.

Bancheros fehlende leistung und die torflaute

Bancheros fehlende leistung und die torflaute

Die Feldwurfquote der Magic in der zweiten Halbzeit war schlichtweg erschreckend: 4 von 37 Würfen – eine Trefferquote von nur 10,8 Prozent. Im vierten Viertel war es noch schlimmer: 1 von 20 Würfen fanden ihr Ziel, eine Quote von gerade einmal 5 Prozent. Der Dunk von Paolo Banchero mit 2:24 Minuten auf der Uhr war der erste Field Goal der Magic in diesem Viertel. Eine Halbzeit ohne ein Field Goal – das ist eine Leistung, die man so lange nicht mehr gesehen hat. Die beiden Stars, Banchero und Desmond Bane, trugen ihren Teil zu diesem Debakel bei: Zusammen warfen sie in der zweiten Halbzeit 2 von 26 Würfen und scheiterten bei allen 13 Versuchen von der Dreierlinie.

Die Frage, wie es zu diesem dramatischen Umschwung kommen konnte, beschäftigt nun Experten und Fans gleichermaßen. Waren es die Pistons, die sich in der zweiten Halbzeit neu erfanden? Oder spielten die Magic selbst eine entscheidende Rolle bei ihrem eigenen Untergang? Was unbestritten ist: Dieser Abend wird als einer der dunkelsten in der jüngeren Geschichte der Orlando Magic in die Geschichtsbücher eingehen.