Magdeburg wirft schork raus – klassenerhalt nur noch ohne ihn
Der 1. FC Magdeburg zieht die Notbremse. Am Montagvormittag flog Sport-Geschäftsführer Otmar Schork mit sofortiger Wirkung raus – 68 Jahre alt, drei Jahre im Amt, jetzt Schuld am Abstiegschaos.
Der Verein nennt es „einvernehmlich“. Schork selbst spricht Klartext: „Fehler gemacht. Dafür trage ich die Verantwortung.“ Die Wahrheit: Seit November 2020 baute er den Kader, aktuell steht Magdeburg auf Relegationsplatz 16. Drei Spiele ohne Sieg, nur zwei Punkte Vorsprung auf Platz 17. Die Saison droht zu kollabieren.

Kein nachfolger, nur ein interim
Klub-Präsident Jörg Biastoch redet sich in Rage: „Um alle Kräfte zu bündeln, braucht es einen neuen Impuls.“ Konkret heißt das: Martin Geisthardt, Chef der Administration, übernimmt zusätzlich die Sportsparte. Kein Sportdirektor in Sicht, kein Plan B, nur die Flucht nach vorn.
Schork hatte in der Winterpause kräftig umgebaut – sechs Neuzugänge, doppelt so viele Abgänge. Die neue Mischung zündete nicht. Tordifferenz 34:48, die zweitschlechteste der Liga. Die Fans pfiffen zuletzt beim 0:2 gegen Kaiserslautern schon in der 23. Minute.
Die Entlassung kommt zwei Tage vor dem Kellerduell bei Hansa Rostock. Ein Sieg würde Magdeburg auf Relegationsplatz 15 katapultieren, eine Niederlage könnte die Lücke auf fünf Punkte zur rettenden Bank vergrößern. Das Restprogramm: Schalke, Hamburg, St. Pauli – alles Teams mit Playoff-Ambitionen.
Schork packt schon die Koffer, sein Büro ist leer. Geisthardt muss jetzt nicht nur die Lizenzakte sortieren, sondern auch die Kabine motivieren. Die Zeit läuft: noch acht Spieltage, 720 Minuten, die zwischen Zweitliga-Ruine und Rettung schwanken. Magdeburg spielt nicht mehr nur um Punkte, sondern um seine Existenz.
