Magdeburg und berlin: final4-showdown mit pokal-flair!

Köln steht am Wochenende im Handball-Fieber! Der DHB-Pokal erreicht seinen Höhepunkt mit dem Final4-Turnier in der Lanxess Arena, und alle Augen richten sich auf den SC Magdeburg und die Füchse Berlin – die beiden Top-Favoriten. Doch wer die Handball-Szene aufmerksam verfolgt, weiß: Pokalspiele schreiben ihre eigenen Gesetze.

Die titel-jäger aus magdeburg

Der SC Magdeburg, unter der Leitung von Trainer Bennet Wiegert, präsentiert sich als eine Macht, mit der man rechnen muss. „Wir sind keine Mannschaft, die nur teilnehmen möchte“, betonte Wiegert, bevor er die Aussage relativierte: „Aber das gilt nicht nur für uns.“ Die Ambitionen des SCM sind klar: Das Double aus Meisterschaft und Pokal soll in dieser Saison Realität werden. Das Halbfinale gegen den Bergischen HC am Samstag gilt als erste Hürde auf dem Weg zum möglichen Triumph.

Wiegert selbst weiß um die Tücken des Pokalwettbewerbs. Obwohl seine Mannschaft in der Bundesliga bisher ungeschlagen ist und dem Meistertitel gefährlich nahe rückt, warnt er eindringlich: „Der Pokal hat immer besondere Sachen parat. Es ist anspruchsvoll, was an einem Wochenende an einem neutralen Ort passiert.“ Die Erinnerungen an frühere Endspielniederlagen sind ihm noch lebendig, aber der Wunsch nach dem Titel brennt stärker denn je. Ein Pokalsieg in Köln würde für ihn einen besonderen Stellenwert haben: „Ich freue mich über jeden Titel, weil ich weiß, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, Titel zu gewinnen.“

Die berliner mit rückenwind

Die berliner mit rückenwind

Die Füchse Berlin, aktuell in der Bundesliga in der Verfolgerrolle, sehen im DHB-Pokal eine Chance zur Wiedergutmachung. Der Bundesliga-Dritte, angeführt vom Weltklasse-Spieler Mathias Gidsel, hofft auf einen Coup, der die enttäuschende Meisterschaft vergessen machen könnte. Trainer Nicolej Krickau nimmt sein Team in die Pflicht: „Dieses Pokal-Wochenende macht nur Spaß, wenn wir unseren Job gegen Lemgo gut machen.“

Das Duell gegen den TBV Lemgo Lippe am Samstag verspricht Spannung, wie das jüngste Bundesliga-Spiel zeigte, das knapp mit 34:33 gewonnen wurde. Krickau betont, dass die Tabelle keine Rolle spielt: „Das ist ein nicht alltägliches Event, bei dem alles passieren kann.“ Seine eigene Erfahrung mit der SG Flensburg-Handewitt im Pokalhalbfinale vor zwei Jahren, als man überraschend an der MT Melsungen scheiterte, lässt ihn die Vorsicht walten lassen. Der Pokalsieg wäre für den 39-Jährigen eine wichtige Bestätigung seiner Arbeit.

Die Ausgangslage ist klar: Magdeburg und Berlin gelten als Favoriten, doch die besonderen Gesetze des Pokals könnten alles vermischen. Ein Finale zwischen dem amtierenden und dem designierten neuen Meister wäre ein Handball-Spektakel, aber beide Trainer mahnen zur Besonnenheit. Die Teams müssen sich zunächst durch ihre jeweiligen Halbfinalgegner kämpfen, bevor sie um den Pokal kämpfen können. Wer am Ende die Trophäe in die Höhe stemmen darf, wird sich zeigen. Die Lanxess Arena wird Zeuge eines spannenden Final4-Turniers.