Magdeburg spart kräfte: wiegert löst das viertelfinale vor dem paris-gipfel
Bennet Wiegert kann wieder durchatmen. Der SC-Magdeburg-Coach quälte sich mit Szenarien durch, die es nun nicht mehr gibt: Weil seine Handballer bereits als Gruppenzweiter feststehen, entfällt das Achtelfinale – und mit ihm die Angst vor einem Frühjahrsloch.
Die belastungsuhr tickt trotzdem
45 Pflichtspiele seit August, dazu Nationalteam-Einsätze – die Zahlen schreien nach Regeneration. „Das kann im März und April zu etwas führen, dass wir jetzt noch nicht sehen können“, sagt Wiegert. Die Lösung: weniger Training, mehr Taktik. Paris Saint-Germain trifft auf eine Mannschaft, die sich selbst schont, um im April voll zu sein.
Die Franzosen müssen gewinnen, um die Königsklasse nicht als Gruppendritter zu verlassen. Magdeburg dagegen spielt frei auf. „Wir wollen Charakter zeigen“, sagt Oscar Bergendahl, doch der Druck sitzt auf der anderen Seite des Kreises. Mit 200 Fans im Rücken und dem Heimrecht im Viertelfinale schon in der Tasche kann Wiegert rotieren, ohne zu verraten, wer pausiert.

Der bhc wird zur schicksalsstation
Nach Paris folgt Sonntag das Spiel beim abstiegsbedrohten Bergischen HC. Für Magdeburg ist es die letzte Chance, vor der Länderspielpause Tabellenpunkte zu sammeln – und für Wiegert, seine Rotation zu testen. Wer heute in Paris fehlt, könnte am Wochenende zurückkehren. Die Botschaft ist klar: Magdeburg spielt nicht nur um Punkte, sondern um Frische.
Die Champions-League-Reform kommt erst 2025, doch Wiegert profitiert schon heute vom neuen Modus: weniger Spiele, mehr Luft. Die Konstellationen für das Viertelfinale? „Unübersichtlich“, sagt er und lässt es sein. Er hat andere Sorgen – und endlich Zeit, sie zu lösen.
