Magdeburg entzaubert münster: zukowski schießt preußen in den keller

Der 1. FC Magdeburg hat den Abstiegskampf der 2. Bundesliga mit einem Schlag umgedreht. Mateusz Zukowski schoss seine Mannschaft mit einem Doppelpack zu einem 3:1-Sieg bei Preußen Münster und schickte die Hausherren auf den letzten Platz. Der Polize trat in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts per Elfmeter zur Führung und erhöhte in der 72. Minute auf 2:0. Etienne Amenyido verkürzte zwar für Münster, doch Richmond Tachie machte in der fünften Minute der Nachspielzeit alles klar.

Der trainerwechsel war ein schlag ins wasser

Die Preußen hatten am Montag Alexander Ende entlassen und auf Kieran Schulze-Marmeling gesetzt. Der U23-Trainer war bereits am Ende der vergangenen Saison eingesprungen, doch diesmal half auch seine Erfahrung nichts. Die Mannschaft wirkte ideenlos, die Magdeburger spielten mit dem Messer zwischen den Zähnen. Die Gäste hatten aus den vorherigen fünf Begegnungen nur einen Punkt geholt, doch gegen Münster zeigten sie die nötige Mentalität.

Magdeburgs Trainer Petrik Sander hatte vor dem Spiel gewarnt: „Die Mannschaft, die klar im Kopf ist, wird es zum Schluss schaffen.“ Sein Team war genau das. Die Hausherren dagegen wirkten wie gelähmt. In den ersten 20 Minuten neutralisierten sich die Teams weitgehend, doch Magdeburg hatte mehr Ballbesitz. Die erste echte Chance erarbeitete sich Baris Atik in der 36. Minute. Kurz darauf wurde ein Treffer von Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix wegen Abseits nicht anerkannt.

Die zahlen lügen nicht: münster steckt tief im sumpf

Die zahlen lügen nicht: münster steckt tief im sumpf

Mit nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen rutscht Münster immer tiefer in den Abstiegskampf. Die 0:6-Klatsche bei Dynamo Dresden am Wochenende war der erste Warnschuss, doch gegen Magdeburg folgte die nächste Demütigung. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt zeigten, wie ein Abstiegskampf funktioniert: mit Disziplin, Leidenschaft und dem nötigen Quäntchen Glück. Zukowski war der Mann des Tages, doch die gesamte Magdeburger Mannschaft zeigte eine kämpferische Leistung.

Für Münster geht es nun gegen den 1. FC Kaiserslautern, während Magdeburg auf den FC St. Pauli trifft. Der Abstand zum rettenden Ufer betrachtet drei Punkte. Die Saison ist noch lang, aber die Zeit wird knapp. Die Preußen müssen sich schnell finden, sonst wird der Traum vom Klassenerhalt zur Farce.