Macleod mischt das debütanten-trio bach, zielinski, seyrer unter olympia-helden

Jeff MacLeod schickt die deutsche Damen-Nationalmannschaft mit zwölf Mailand-Helden und drei Teenagern in den letzten Saison-Showdown gegen die Schweiz. Die Premiere von Tara Bach, Theresa Zielinski und Anabel Seyrer verleiht den Tests in Kaufbeuren und Augsburg den Charakter einer Generalprobe für die WM-Reifeprüfung in Dänemark.

Der plan dahinter: erfahrung plus risiko

Der kanadische Bundestrainer nominierte 23 Spielerinnen – sieben Verteidigerinnen, 13 Stürmerinnen, drei Torhüterinnen. Dahinter steckt keine Lotterie, sondern Mathematik: „Wir wollen sehen, wer den Sprung von der U18 in den Seniorenbereich schafft, ohne die chemie der Olympia-Truppe zu zerstören“, sagt MacLeod. Die Antwort lautet: eine fast 50:50-Balance. Die jungen Wilden müssen sich gegen eine Schweiz beweisen, die ebenfalls auf Next-Gen setzt.

Die PWHL-Profis Laura Kluge (Boston Fleet), Sandra Abstreiter (Montréal Victoire) und Nina Jobst-Smith (Vancouver Goldeneyes) fehlen noch – ihre Clubs kämpfen um Playoff-Plätze. Auch die Welcke-Zwillinge Lilli und Luisa bleiben in Boston. MacLeod nimmt es gelassen: „Wir haben genug Daten von ihnen. Jetzt zählt, wer hier ist.“

Termine, die brennen

Termine, die brennen

Am 23. April, 16.30 Uhr, rollt in Kaufbeuren der Puck; zwei Tage später, 25. April, 13.30 Uhr, folgt in Augsburg der zweite Schlagabtausch. Danach geht’s für das Team ins Sommercamp – Start 28. Juli –, um den Grundstein für die WM vom 6. bis 16. November in Dänemark zu legen. Die Männer treffen zeitgleich ein, spielen ebenfalls gegen die Slowakei. Ein Doppel-Wochenende, das dem DEB die Kasse füllt und dem Nachwuchs Selbstvertrauen.

Die Botschaft ist klar: Wer jetzt überzeugt, sichert sich ein Ticket nach Skandinavien. Wer zögert, fliegt raus. MacLeod lässt keine Fragen offen – nur die Antworten liefern die Spielerinnen auf dem Eis.