Mabry zeigt aufwärtstrend in oslo – warholm patzt!
Oslo – Yemisi Mabry hat bei der Diamond League in Oslo ihre zuletzt schwache Form hinter sich gelassen und einen vielversprechenden vierten Platz im Kugelstoßen belegt. Einziger Wermutstropfen für die Gastgeber: Lokalmatador Karsten Warholm musste sich im 400-Meter-Lauf dem Brasilianer Alison dos Santos geschlagen geben.
Mabry findet zurück zum alten leistungsniveau
Drei Tage nach einer enttäuschenden Vorstellung in Stockholm präsentierte sich Mabry in Norwegen deutlich verbessert. Die Olympiasiegerin wuchtete die Kugel dreimal über die 19-Meter-Marke und erreichte mit 19,19 Metern den vierten Rang. Chase Jackson aus den USA dominierte mit einem Meeting-Rekord von 20,74 Metern, gefolgt von Jessica Schilder aus den Niederlanden (20,11 Meter). Mabry, die in dieser Saison noch auf die 20-Meter-Marke wartet, scheint jedoch den richtigen Weg einzuschlagen. „Es fühlt sich gut an, wieder in die Nähe meiner Bestform zu kommen“, kommentierte sie nach dem Wettkampf.

Warholm unterliegt dos santos – agyekum im mittelfeld
Für Karsten Warholm war es hingegen ein Abend zum Vergessen. Der Weltrekordler musste sich im hochgehypten 400-Meter-Lauf dem schnell startenden Alison dos Santos (46,89 Sekunden) geschlagen geben. Warholm blieb mit 47,40 Sekunden knapp dahinter. Auch Berliner Emil Agyekum zeigte eine solide, aber nicht herausragende Vorstellung im Rennen um die schnellsten Hürdenläufer der Welt. Mit 48,40 Sekunden belegte er den fünften Platz. Die Konkurrenz war schlichtweg zu stark.

Farken kämpft, thorwirth hilft
Robert Farken, der in Schweden noch unter der EM-Norm geblieben war, scheiterte in Oslo knapp an einer weiteren Bestzeit. In 3:49,74 Minuten wurde er Zehnter über Meile, während der Kenianer Timothy Cheruiyot den Sieg holte. Maximilian Thorwirth übernahm in seinem Comeback nach Verletzung und Krankheit die Rolle des Pacemakers über 5000 Meter und stieg nach vier Runden aus. Ein spannendes Rennen wurde geboten, in dem Addisu Yihune in 12:47,62 Minuten die Nase vorn hatte.

Junge talente überzeugen – duplantis fehlt
Die Diamond League in Oslo bot auch einigen jungen Athleten die Chance, zu glänzen. Letsile Tebogo aus Botswana setzte sich im 200-Meter-Lauf deutlich gegen den jungen Australier Gout Gout durch. Über 800 Meter lieferten sich Emmanuel Wanyonyi aus Kenia und Cooper Lutkenhaus aus den USA einen packenden Kampf, den Wanyonyi hauchdünn gewann. Im Stabhochsprung fehlte der schwedische Superstar Armand Duplantis, der Sieg ging an den Australier Kurtis. Der Grieche Emmanouil Karalis verpasste hingegen die Qualifikation für den finalen Sprung.
Das deutsche Team zeigte insgesamt ein durchwachsenes Bild. Während einige Athleten überzeugten, blieben andere hinter den Erwartungen zurück. Doch eines ist klar: Die Saison ist noch lang, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich die deutschen Leichtathleten bei der EM in Birmingham präsentieren werden.
