Mabry sucht em-form: fehlende glanzleistungen in oslo

Oslo – Yemisi Mabry, unsere Kugelstoß-Olympiasiegerin, kämpft weiterhin mit ihrer Form. Beim Diamond-League-Meeting in der norwegischen Hauptstadt konnte sie nicht an ihre Erfolge anknüpfen, während auch andere deutsche Athleten am Mittwoch keine herausragenden Leistungen zeigten.

Mabrys formkurve: noch luft nach oben

Die Mannheimerin landete mit 19,19 Metern nur auf dem vierten Platz, mehr als anderthalb Meter hinter der Siegerin Chase Jackson aus den USA, die die Kugel auf beeindruckende 20,74 Meter beförderte. Mabrys Leistung wirft Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Europameisterschaften in Birmingham. Ihre Trainingsergebnisse lassen zwar auf Potenzial schließen, doch im Wettkampf scheint die Gewissheit noch zu fehlen.

Die EM sind ein großes Ziel für Mabry und das gesamte deutsche Team. Die Konkurrenz ist stark, und die Formkurve muss steil nach oben zeigen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um ihre Leistungsfähigkeit zu optimieren und in Topform in Birmingham anzutreten.

Agyekums enttäuschung und farken im mittelfeld

Agyekums enttäuschung und farken im mittelfeld

Auch Hürdensprinter Emil Agyekum konnte in Oslo nicht überzeugen. Nach seiner kürzlichen Steigerung auf 47,72 Sekunden, die ihn in die Nähe des deutschen Rekords von Harald Schmid brachte, verpasste er mit 48,40 Sekunden deutlich den Brasilianer Alison dos Santos, der das Rennen in 46,89 Sekunden gewann. Der Abstand verdeutlicht, dass Agyekum noch an seiner Konstanz arbeiten muss.

Robert Farken, der Leipziger, belegte über die Meile den zehnten Platz in 3:49,74 Minuten. Ein solides Ergebnis, aber auch hier fehlte der entscheidende Kick, um sich unter die Top-Athleten zu kämpfen. Die EM bieten ihm jedoch die Chance zur Wiedergutmachung und zu einer stärkeren Präsentation.

Die Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August) werden zeigen, ob sich die deutschen Athleten noch einmal steigern können. Das Meeting in Oslo hat jedoch gezeigt, dass die Vorbereitung noch nicht abgeschlossen ist und an einigen Stellen noch Nachholbedarf besteht. Die Frage ist nicht, ob, sondern wie die Athleten ihre Form bis dahin finden werden. Es bleibt spannend!