Luxus auf dem rasen: nationalmannschaften präsentieren neue streetwear-kollektionen

Die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA wird nicht nur auf dem Spielfeld glamourös, sondern auch abseits davon. Top-Fußballnationen setzen auf Luxusmarken für ihre neue Streetwear-Kollektionen, die Preise jenseits der 2.000 Euro für eine Jacke sind keine Seltenheit. Doch was steckt hinter dieser neuen Entwicklung und welche Marken kleiden die Stars der Zukunft?

Loewe setzt auf spanische tradition und moderne ästhetik

Die spanische Nationalmannschaft, sowohl Herren als auch Damen, wird in den kommenden vier Jahren von Loewe, dem renommierten spanischen Modehaus, ausgestattet. Der Vertrag, der mit der WM 2026 beginnt, umfasst eine breite Palette an Kleidungsstücken, von klassischen Polohemden (ab 480 Euro) bis hin zu eleganten Wolljacken für 2.200 Euro. Die Kollektion vereint traditionelle Handwerkskunst mit modernem Design und setzt auf natürliche Materialien wie Baumwolle und Wolle in neutralen Farben – ideal für Reise- und Freizeitaktivitäten.

Brasilien vertraut auf brasilianisches talent

Brasilien vertraut auf brasilianisches talent

Auch Brasilien setzt auf nationale Expertise. Der brasilianische Designer Ricardo Almeida, ein enger Verbündeter der 'Canarinha', gestaltet bereits zum dritten Mal in Folge die Outfits der brasilianischen Nationalmannschaft. Sein Motto: „Ein Symbol der Identität. Der Stolz, die brasilianische Nationalmannschaft einmal mehr zu kleiden, zeigt sich in jedem Detail.“ Während das Trainerteam von Carlo Ancelotti auf dezentere Looks setzen wird, dürfen die Spieler auf auffällige und selbstbewusste Designs hoffen.

Uruguay präsentiert uruguayische werte

Uruguay präsentiert uruguayische werte

Uruguay geht einen ähnlichen Weg und präsentiert Designs der uruguayischen Designerin Gabriela Hearst. Ihre Kreationen, gefertigt aus hochwertiger Merinowolle aus nationaler Produktion, sollen die uruguayischen Werte von Qualität, Authentizität und Integrität in die Welt tragen. Hearst, die bereits als Kreativdirektorin bei Chloé tätig war, sieht in dieser Partnerschaft eine „große Chance, die uruguayischen Werte zu exportieren.“

Portugal setzt auf bewährte eleganz

Portugal setzt seit 2018 auf die Eleganz von Sacoor Brothers, einem portugiesischen Label, dessen Slogan „zeitlose Eleganz und Luxus“ lautet. Der Vertrag läuft mindestens bis 2030 und unterstreicht die langjährige Partnerschaft zwischen dem portugiesischen Fußballverband und dem Modeunternehmen, das bereits die Spieler des FC Barcelona in drei Saisons einkleidete.

Frankreich und italien setzen auf tradition

Frankreich, das Mutterland der Haute Couture, setzt seit 2013 auf die Pariser Manufaktur Smalto für maßgefertigte Anzüge, die bei offiziellen Anlässen und Reisen getragen werden. Auch Italien, obwohl die 'Azzurra' die WM 2026 verpasst, vertraut auf Giorgio Armani, der die Kleidung für offizielle und institutionelle Anlässe sowie für die Delegation bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 entwirft.

Weitere nationen und internationale kooperationen

Neben diesen etablierten Partnerschaften gibt es weitere interessante Entwicklungen. Mexiko setzt auf Calderoni, Schottland auf Forbes BespokeSuits, England auf Marks & Spencer. Die USA werden von Hugo Boss ausgestattet, die japanische Nationalmannschaft von Dunhill. Sogar die FIFA selbst setzt auf die italienische Marke Boggi Milano für ihre Mitarbeiter und Vertreter.

Salehe bembury bringt streetstyle auf den globus

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den elf Nationen, die Puma in ihren Spieltrikots tragen. Diese werden abseits des Spielfelds von einer Kooperation zwischen Puma und dem amerikanischen Designer Salehe Bembury präsentiert. Inspiriert von urbaner Kultur und Streetstyle, bieten diese Kollektionen eine frische und unkonventionelle Alternative zu klassischen Anzügen, insbesondere für Marokko, Portugal, Ghana, Paraguay, Senegal, Elfenbeinküste, Tschechien, Schweiz, Neuseeland, Österreich und Ägypten.

Die Investition in hochwertige Streetwear-Kollektionen zeigt, dass der Fußball nicht mehr nur auf das Spielfeld beschränkt ist. Die Außendarstellung der Nationalmannschaften wird zunehmend wichtiger, und die Zusammenarbeit mit Luxusmarken ist ein Zeichen dafür, dass Fußball und Mode enger miteinander verbunden sind als je zuvor. Die Spieler sind nicht nur Athleten, sondern auch Botschafter ihrer Nation und ihrer Marken – und das sollte man auch so aussehen lassen.