Lüttich–bastogne–lüttich: migels enthüllt den dreikampf der giganten!
Die Ardennenklassiker stehen vor der Tür, und mit ihnen die Frage: Wer wird dieses Jahr „La Doyenne“ bezwingen? Während in den vergangenen Jahren van der Poel und Pogacar die Experten beschäftigten, zeichnet sich für Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 ein neues Bild ab – ein Duell der Titanen, in dem Remco Evenepoel und der Shootingstar Paul Seixas eine ernstzunehmende Rolle spielen.
Die favoritenrolle: pogacar im visier
Karsten Migels, erfahrener Eurosport-Experte, sieht Tadej Pogacar klar als Topfavorit. „Pogacar ist der absolute Topfavorit, dahinter sehe ich Evenepoel“, so Migels. Seine Einschätzung ist nachvollziehbar: Pogacar hat in den letzten zwei Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass er an der Cote de la Redoute zuschlagen und den Sieg davontragen kann. Seine Attacke dort ist legendär, und die Konkurrenz hat oft keine Antwort auf seine Kraft.
Doch Evenepoel ist nicht zu unterschätzen. Nach einer enttäuschenden Vorstellung im Vorjahr, als er Pogacars Attacke nicht standhalten konnte, sieht Migels für den Belgier diesmal bessere Chancen. „Das Amstel Gold Race war zwar nicht so super besetzt, aber er hat es mit seiner Mannschaft souverän gewonnen“, erklärt Migels. Die Stärke seines Teams und seine Zeitfahrekunst könnten entscheidend sein, um Pogacar das Wasser abzubauen.

Der junge herausforderer: paul seixas im aufstieg
Ein Name, der in den letzten Monaten immer wieder für Furore gesorgt hat, ist Paul Seixas. Der junge Franzose reist nach Lüttich mit unerhörten Vorschusslorbeeren an. Seine Leistungen bei Strade Bianche, der Lombardei-Rundfahrt, der Europameisterschaft und insbesondere der Baskenland-Rundfahrt haben gezeigt, dass er zu den besten Fahrern der Welt gehört. Migels lobt seine „Wahnsinnsvorstellung“ und betont, dass er mit nur 19 Jahren bereits ein beeindruckendes Leistungsniveau erreicht hat.
„Ich bleibe aber dabei, dass es schwierig wird gegen einen Pogacar oder einen Evenepoel“, räumt Migels ein. „Vor allem gegen Pogacar, Zweiter könnte er dann vielleicht werden, aber es war schon beeindruckend, was er mit seinen 19 Jahren abgeliefert hat.“ Die Franzosen hoffen nun, dass Seixas zum ersten Mal seit 1980 wieder einen Triumph für sein Land feiern kann.

Teamstärke entscheidet über sieg oder niederlage
Neben den drei genannten Favoriten spielen auch andere Fahrer wie Mattias Skjelmose und Tom Pidcock eine Rolle. Doch Migels betont, dass die Teamstärke im Finale entscheidend sein wird. „Red Bull-Bora-hansgrohe und UAE Emirates-XRG werden das Rennen wohl im Griff haben, je nachdem, wie die Anfangsphase läuft“, so der Experte. Die Positionierung durch die Teamkollegen, insbesondere an der entscheidenden Cote de la Redoute, wird über den Ausgang des Rennens entscheiden.
Denn Pogacar wird versuchen, seine Dominanz aus den vergangenen Jahren fortzusetzen. Er ist ein „Killer“, wie es Cancellara treffend formulierte. Ob Seixas ihm gewachsen sein kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 verspricht ein Spektakel zu werden, ein Kampf der Giganten, der die Fans begeistern wird.
