Lustenau erobert spitze: der vorarlberger express rollt über wien
Am Freitagabend hat Austria Lustenau nicht nur die Tabellenführung erobert, sondern auch ein Statement abgegeben. 2:0 im Prater, zwei Punkte Vorsprung, zwei Spiele weniger – die Vorarlberger ziehen mit Vollgas Richtung Bundesliga.
Der favorit kommt aus dem westen
Die Zahlen sind so klar wie die Botschaft: Fünf Siege in den letzten sechs Spielen, dabei nur ein Gegentor. Jack Lahne traf gegen den FAC mit dem Coolness eines Profis, Mohamed-Amine Bouchenna machte mit seinem sechsten Saisontor endgültig den Deckel drauf. Was sich wie Routine anhört, ist pure Power: Lustenau spielt derzeit den besten Football der Liga, schnell, direkt, ohne Umwege. Trainer Markus Mader hat aus der Mannschaft eine Maschine gemacht, die selbst die eigenen Fans überrascht.
Die Konkurrenz stolpert. Admira Wacker unterlag Rapid II mit 0:3 – die erste Heimpleite der Saison. Thomas Silberberger hatte vor dem Match den Sieg als „alternativlos“ bezeichnet, doch am Ende war nur eines alternativlos: die Enttäuschung. Tare Ekereokosu traf nach 15 Minuten, Ensar Music und Elias Kolp machten den Abend komplett. Die Mödlinger verlieren damit den Anschluss an die Spitze, vier Punkte fehlen nun auf Lustenau.

St. pölten findet zurück
SKN St. Pölten indem dreht die Kurve: Nach drei Pleiten in Folge folgte der zweite Sieg nacheinander. Gegen Austria Salzburg reichten ein Kopfball von Filip Perovic und der Ausgleichstreffer von Dirk Carlson, der zuvor noch das Foul an Meisl begangen hatte. „Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können“, sagte Carlson nach Abpfiff. Die Niederösterreicher bleiben damit im Rennen, drei Punkte Rückstand, ein Spiel mehr auf dem Konto.
Im Mittelfeld sorgte First Vienna mit einem 2:0 bei Austria Klagenfurt für klare Verhältnisse – die Kärntener stehen als Absteiger fest. Hertha Wels lieferte das Spektakel des Spieltags: Aus 0:2 wurde ein 5:2 in Wals-Siezenheim, Albin Gashi traf doppelt und ließ FC Liefering alt aussehen. Die Oberösterreicher feiern den höchsten Saisonsieg, springen auf Platz zehn.

Der blick nach vorn
Lustenau hat die besten Karten. Die Formkurve zeigt nach oben, der Kader ist breit, die Moral stahlhart. Die nächsten Gegner: Amstetten und Kapfenberg – beides machbare Aufgaben. Die Frage ist nicht mehr, ob die Vorarlberger aufsteigen, sondern wann. Die Bundesliga ruft, und der Express aus dem Ländle hat noch lange nicht gebremst.
