Lukaku spielt nicht mit – neapel droht mit suspendierung
Romelu Lukaku bleibt weg. Und in Neapel ticken jetzt die Uhren anders. Der verletzte Stürmer hat das Ultimatum des SSC Neapel verstreichen lassen – zweimal. Die Folge: Der Klub prüft eine Suspendierung. Ein Spieler, der einst mit 14 Toren die Meisterschaft schoss, steht plötzlich auf der Abschussliste.
Die flucht nach belgien und das leere trainingsgelände
Lukaku zog sich eine Hüftmuskel-Entzündung zu. Statt in Neapel zu rehaen, entschied er sich für Belgien. „Ich will bereit sein, wenn man mich braucht“, sagte er. Klingt nach Profi-Kalkül. Doch der Klub sah das anders. Freitag hätte er erscheinen sollen – blieb aus. Dienstag war die zweite Frist – wieder nichts. Die Reaktion des Klubs: knallhart. „Disziplinarmaßnahmen“ werden geprüft. Und die Trainingsbank? Möglicherweise dauerhaft verboten.
Die Saison war ohnehin ein Albtraum. Nach seinem Oberschenkelriss im August kam Lukaku erst Ende Januar zurück. Seitdem: sieben Kurzeinsätze. Kein Tor. Keine Präsenz. Keine Bindung. Die Fans in Neapel fragen sich: Wo ist der Bulle vom vergangenen Jahr? Der Mann, der Verteidiger wegdrückte wie Luft?

Die geldstrafe ist erst der anfang
Die Gazzetta dello Sport spricht von einer Geldstrafe. Die offizielle Mitteilung des Klubs klingt noch kälter. Weitere Maßnahmen seien „nicht ausgeschlossen“. In Klubsprache heißt das: Wir sind bereit, ihn fallen zu lassen. Lukaku selbst schrieb auf Instagram: „Es gibt nichts, was ich lieber täte, als für mein Team zu spielen.“ Doch die Worte wirken hohl, wenn man nicht mal zum Training erscheint.
Jetzt ist Stellung beziehen angesagt. Entweder Lukaku kehrt zurück, kniet sich rein – oder er wird zum nächsten Fall in Neapels immer längerer Liste von Fehlgriffen. Die Meisterschaft ist gerettet. Die Zukunft des Stürmers nicht.
