Lövseth dominiert in hamburg: philipp verpasst wm-qualifikation knapp

Hamburg sorgte für Dramatik beim Ironman: Solveig Lövseth krönte sich zur neuen Königin, während Laura Philipp trotz einer beeindruckenden Aufholjagd knapp die Titelverteidigung verpasste. Sechs begehrte Tickets für die Ironman-WM in Hawaii wurden zudem vergeben – und Philipp sicherte sich eines davon.

Ein rennen voller hindernisse und überraschungen

Ein rennen voller hindernisse und überraschungen

Die Stimmung am Start der Binnenalster war elektrisierend, doch das Rennen sollte alles andere als reibungslos verlaufen. Laura Philipp, die in der Vorbereitung mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, zeigte einmal mehr ihren unglaublichen Kampfgeist. Nach einem schwierigen Start, in dem sie mit fast neun Minuten Rückstand auf die führende Französin Marjolaine Pierré die Radstrecke verließ, gab sie nicht auf. Das Wetter spielte mit: Starker Regen sorgte für rutschige Straßen und erschwerte die Bedingungen.

Pierré hatte lange das Rennen bestimmt und das Tempo auf der Radstrecke diktiert. Doch dann kam Lövseth ins Spiel. Weniger als vier Kilometer in den Lauf schickte die Norwegerin Pierré in einer beeindruckenden Vorstellung voraus. Philipp, die bei nun wieder trockenen Bedingungen kontinuierlich aufholte, konnte den Rückstand zwar verringern, doch der dritte Hamburger Triumph nach 2022 und 2025 blieb ihr verwehrt.

Die Zahl, die hier wirklich ins Gewicht fällt: Metallsplitter. Mehr als 50 Teilnehmer litten unter Raddefekten, die offenbar durch absichtlich verstreute Metallsplitter verursacht wurden. Einige erlitten dabei sogar Verletzungen – ein trauriger Beigeschmack zu einem ansonsten spannenden Wettkampf. Die Polizei ermittelt.

Für Philipp geht es bereits am 5. Juli mit der Challenge Roth weiter, einem weiteren prestigeträchtigen Rennen. Doch der Fokus liegt nun auf Hawaii. Sie hat sich qualifiziert und wird alles daran setzen, dort ihr Bestes zu geben.