Lorenzo bleibt! fcf schenkt trainervertrauen vor wm-kampf
Die Gerüchte machten die Runde, ein Wechsel zu Boca Juniors schien im Raum zu stehen. Doch die kolumbianische Fußballführung hat mit Nachdruck entschieden: Néstor Lorenzo wird auch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada das Ruder übernehmen. Ein klares Bekenntnis, das die Hoffnung der Fans neu entfacht.
Ein trainerprofil mit beeindruckenden zahlen
Seit seinem Amtsantritt hat Lorenzo die Tricolor nachhaltig verändert. 26 Siege, 11 Unentschieden und lediglich 7 Niederlagen in 44 Spielen – diese Bilanz spricht für sich. Er führte die Mannschaft nicht nur solide zur WM 2026, sondern erreichte sogar den erfreulichen zweiten Platz bei der Copa América. Das zeigt, dass Kolumbien mithalten kann mit den stärksten Teams des Kontinents.
Ramón Jesurún, Präsident des kolumbianischen Fußballverbands (FCF), ließ keine Zweifel an der Wertschätzung für Lorenzo: „Es besteht eine feste Partnerschaft zwischen uns, ein gegenseitiges Engagement. Lorenzo hat nur seine Nationalmannschaft im Blick, insbesondere im Hinblick auf die Weltmeisterschaft.“ Damit wurden alle Spekulationen über eine mögliche Verpflichtung durch Boca Juniors im Keim erstickt.
Die argentinische Hauptstadt hatte wohl ein starkes Interesse an Lorenzo, doch Jesurún betonte, dass der Coach voll und ganz auf die internationalen Aufgaben Kolumbiens konzentriert sei. Eine langfristige Vertragsverlängerung sei zwar noch nicht das Thema, das unmittelbare Ziel sei die WM. Aber eines ist klar: Die FCF setzt alles auf Lorenzo.

Vorbereitung auf die wm: ein straffer zeitplan
Die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft laufen bereits auf Hochtouren. Im Mai trifft sich die Tricolor erstmals, um die letzten Feinheiten zu planen. Ein Abschiedsspiel im Estadio El Campín gegen Costa Rica wird den Fans die Möglichkeit geben, ihre Mannschaft ein letztes Mal anzufeuern, bevor es in den Norden geht. Anschließend steht ein Testspiel gegen Jordanien in den USA an. Der erste Hürde auf dem Weg zum WM-Traum ist dabei das Duell gegen Usbekistan – ein vermeintlich leichter Gegner, der jedoch mit Respekt behandelt werden muss.
Jesurun forderte zudem eine „Mentalitätsveränderung“ von Spielern und Trainern. Es gehe nicht nur darum, an der WM teilzunehmen, sondern um den Anspruch, um die Spitze zu kämpfen. Die kürzlich eröffnete Leistungszentrum in Barranquilla unterstreicht diese ambitionierte Zielsetzung. Es ist ein klares Signal: Kolumbien will im Weltfußball eine wichtige Rolle spielen. Der Fokus liegt auf der WM, aber die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt.
Die Entscheidung, an Lorenzo festzuhalten, ist ein mutiger Schritt. Es ist ein Bekenntnis zu einer Entwicklung, die Früchte trägt und die Hoffnung auf eine erfolgreiche WM-Teilnahme lebendig hält. Denn eines ist gewiss: Mit Lorenzo an der Seitenlinie hat die Tricolor eine starke Führungsperson, die das Team zum Erfolg führen kann.
