Lorang verlässt bora-hansgrohe: evenepoel schwärmt von zusammenarbeit

Ein Abschied steht bevor im Hause Bora-Hansgrohe: Dan Lorang, seit 2017 eine feste Größe im Team als Performance-Trainer, wird seine Tätigkeit nach der diesjährigen Tour de France beenden. Eine Entscheidung, die zwar bedauert, aber von Teamchef Ralph Denk voll respektiert wird – und die Remco Evenepoel nun nach einer erfolgreichen, wenn auch zeitlich begrenzten Zusammenarbeit verlassen muss.

Die ungewöhnliche dynamik zwischen lorang und evenepoel

Die Zusammenarbeit zwischen dem Luxemburger Trainer und dem belgischen Superstar begann Anfang des Jahres und sollte eigentlich über die Saison 2024 hinausgehen. Doch nun endet sie bereits nach wenigen Monaten, unmittelbar nach dem Saisonhighlight in Frankreich. Evenepoel hatte seine Wertschätzung für Lorangs Methoden bereits im Februar geäußert, lobte die klare Kommunikation und die positiven Ergebnisse. „Ich komme gut mit seinem Training und seinen Plänen zurecht“, so der Belgier damals, „und die Ergebnisse stimmen.“

Was niemand so recht beachtet: Lorangs Philosophie, die auf hartes, fast schon unerbittliches Training setzt, hat Evenepoel sichtlich weitergebracht. Selbst nach den intensivsten Belastungsphasen war der Belgier in der Lage, Höchstleistungen zu erbringen – ein Indiz dafür, dass seine Trainingsmethoden optimal auf Evenepoels Körper abgestimmt waren.

Ein schlüsselspieler verlässt das team

Ein schlüsselspieler verlässt das team

Ralph Denk würdigte Lorangs Verdienste um den Aufstieg von Bora-Hansgrohe an die Weltspitze. „Als erster Performancetrainer unseres Teams hat Dan eine Schlüsselrolle dabei gespielt, unseren Erfolg zu gestalten und zahlreiche Athleten zu fördern.“ Der Abschied ist schmerzhaft, doch die Offenheit und Fairness, die Lorang stets auszeichneten, werden im Gedächtnis bleiben.

Die Tour de France wird für Lorang und Evenepoel die letzte gemeinsame Bewährungsprobe sein. Die Chance, die Trainingsarbeit auf der größten Bühne des Radsports zu krönen, ist gegeben. Doch am Ende wird sich eine Ära schließen, und Bora-Hansgrohe muss sich auf eine neue strategische Ausrichtung einstellen. Die Frage, die sich nun stellt: Wer wird Lorangs Fußstapfen füllen und die Leistung der Fahrer auch in Zukunft optimal fördern?