Lok leipzig verpasst vorentscheidung – jena crasht die party
Minute 84. Der Ball rollt über die Linie. Über 10.000 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion verstummen. Was wenige Sekunden zuvor noch ein rauschendes Geburtstagsfest zum 60. Vereinsjubiläum war, verwandelt sich in kollektives Entsetzen. Emeka Oduah macht das Fiasko perfekt, Carl Zeiss Jena gewinnt mit 2:1 – und der 1. FC Lok Leipzig lässt die wohl größte Chance des Saisonendspurts ungenutzt verstreichen.

Eine zweite halbzeit, die fragen aufwirft
Stefan Maderer hatte die Gastgeber nach 36 Minuten in Führung gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Lok in dieser Spielzeit noch kein einziges Spiel nach einer Führung verloren. Die Statistik war makellos – und sie blieb es nicht. Kevin Lankford, frisch eingewechselt, verwandelte einen Freistoß in Minute 48 zum Ausgleich. Direkt nach der Pause. Der denkbar ungünstigste Moment.
Trainer Jochen Seitz brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: „Es ist für mich eigentlich der ungünstigste Zeitpunkt, direkt nach der Pause einen Gegentreffer zu bekommen. Das ist immer bitter, man kann dann von außen nicht mehr so reagieren und eingreifen.
