Lochner demonstriert stärke: traumstart bei olympia-bob-wettbewerben

Dominanz der deutschen teams im zweierbob – lochner setzt ausrufezeichen

Johannes Lochner hat bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo ein klares Signal an die Konkurrenz gesendet. Mit einem überzeugenden Start in den Zweierbob-Wettbewerb hat der bayerische Gesamtweltcupsieger seinem langjährigen Rivalen Francesco Friedrich einen deutlichen Rückschlag versetzt. Zusammen mit Anschieber Georg Fleischhauer zeigte Lochner zwei beeindruckende Läufe und übernahm die Führung.

Friedrich mit großem rückstand zur halbzeit

Friedrich mit großem rückstand zur halbzeit

Der Abstand zu Francesco Friedrich ist bereits nach der ersten Hälfte des Wettbewerbs beträchtlich. Mit einem Rückstand von 80 Hundertstelsekunden muss Friedrich im zweiten Lauf eine außergewöhnliche Leistung zeigen, um noch in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Adam Ammour liegt mit einem Rückstand von 1,24 Sekunden auf dem dritten Platz.

Lochner auf goldkurs – karriereende steht bevor

Lochner auf goldkurs – karriereende steht bevor

Für Johannes Lochner könnte dieser Wettbewerb der perfekte Abschluss seiner Karriere werden. Der 35-Jährige hat bereits angekündigt, nach den Olympischen Spielen seine Karriere zu beenden und wünscht sich dabei unbedingt seinen ersten Olympia-Gold. Bisher musste er sich bei großen Rennen, wie beispielsweise in Peking 2022, oft Francesco Friedrich geschlagen geben.

Friedrichs jagd nach dem rekord

Francesco Friedrich strebt danach, der erfolgreichste Bob-Pilot der Geschichte zu werden. Mit einem fünften Gold würde er den aktuellen Rekordhalter André Lange (4x Gold, 1x Silber) übertreffen. Nach einer wechselhaften Saison hatte Friedrich betont, dass sein „Imperium“ zurückschlagen werde. Die starke Form von Lochner im Weltcup deutete bereits auf diese Entwicklung hin.

Lochner selbstbewusst: „ich kann mich nur selbst schlagen“

Mit sechs Siegen in sieben Zweierbob-Rennen reiste Johannes Lochner hochmotiviert nach Cortina. Im Interview mit Münchner Merkur/tz äußerte er sich selbstbewusst: „Im Zweier kann ich mich nur selbst schlagen.“ Und er bewies diese Aussage am Montag, indem er zweimal die schnellste Zeit auf die Strecke brachte und somit seine Goldambitionen unterstreicht.

Internationale konkurrenz weit zurück

Die internationale Konkurrenz kann momentan nicht mit der deutschen Spitzenleistung mithalten. Johannes Lochner hat sich mit seiner Performance eine komfortable Führung erarbeitet und scheint auf dem besten Weg zu seinem ersten Olympiasieg zu sein. Die Spannung bleibt jedoch bis zum zweiten Lauf hoch, denn im Bob-Sport kann sich die Situation schnell ändern.