Liv golf: kampf um die kohle – 250 millionen dollar nötig!

Die Schockwellen gehen durch die Golfwelt: Der LIV Golf, das lukrative, aber umstrittene Rivalen-Format zur PGA Tour, steht vor finanziellen Engpässen. Nach der überraschenden Absage der Unterstützung durch den saudi-arabischen Staatsfonds PIF muss der Ligist nun dringend frisches Kapital auftreiben, um den Betrieb über das nächste Jahr hinaus aufrechtzuerhalten.

Neuer investor gesucht: die uhr tickt

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Konkret geht es um die Suche nach Investoren, die 250 Millionen US-Dollar (etwa 214,8 Millionen Euro) bereitstellen. Axios berichtet, dass LIV Golf mit dieser Summe innerhalb von etwa 20 Monaten die Gewinnschwelle erreichen könnte. Allerdings wird auch eine geringere Investition von rund 150 Millionen US-Dollar (128,8 Millionen Euro) in Betracht gezogen, verbunden mit der Hoffnung auf steigende Werte bei den Teams und verbesserten Fernsehverträgen. Die Zeit drängt: Spätestens im Oktober muss eine Lösung gefunden sein, andernfalls droht eine Brückenfina­n­zierung.

Die Entscheidung des PIF, die finanzielle Unterstützung einzustellen, ist ein herber Schlag. Der Staatsfonds hatte seit der Gründung des LIV Golf im Jahr 2021 rund 5 Milliarden US-Dollar (4,239 Millionen Euro) in das Projekt gepumpt – ein beträchtlicher Teil davon floss in die Gründung der Turniere und die lukrativen Verträge mit Top-Spielern wie Jon Rahm, dessen Wechsel mit einem Vierjahresvertrag über schätzungsweise 525 Millionen US-Dollar (445 Millionen Euro) verbunden war. Die PIF begründet den Rückzug mit einer veränderten Anlagestrategie und der aktuellen makroökonomischen Lage.

Was niemand offen erwähnt: Die enormen Summen, die für die Spielergehälter und die Organisation der Turniere aufgewendet werden, haben den LIV Golf bisher in eine klare Abhängigkeit von externen Investoren manövriert. Die Suche nach langfristigen Partnern, die eine „diversifizierte Investitionsstrategie“ ermöglichen, ist nun von höchster Priorität. Es bleibt abzuwarten, ob sich genügend Investoren finden lassen, die bereit sind, in ein Projekt zu investieren, das weiterhin mit Kontroversen und juristischen Auseinandersetzungen verbunden ist.

Die Zukunft des LIV Golf hängt davon ab, ob die Liga ihre Attraktivität steigern und ein breiteres Publikum erreichen kann. Die bisherigen Investitionen haben zweifellos für Aufsehen gesorgt, doch ob sie ausreichen, um eine nachhaltige Basis für den Erfolg zu schaffen, bleibt abzuwarten. Die nächste Zeit wird entscheidend sein.

Die Summe von 5 Milliarden US-Dollar, die bisher in den LIV Golf geflossen ist, wirft ein Schlaglicht auf die Dimensionen des Golf-Streits und die Bereitschaft, enorme Summen für die Dominanz auf dem Grün zu investieren. Ob diese Investition sich jemals auszahlen wird, ist derzeit schwer abzuschätzen.