Littbarski schießt scharf gegen wolfsburg: „hecking kann das nicht!“

Der Schock sitzt tief in Wolfsburg: Nach dem historischen Abstieg in die 2. Bundesliga hat Pierre Littbarski, Fußballweltmeister von 1990 und ehemaliger VfL-Coach, die Verantwortlichen des Clubs in einer deutlichen Wortwahl kritisiert. Besonders Dieter Hecking, der Trainer, erntete harsche Worte des Ex-Profis.

Ein fehler im bochum, ein fehler in wolfsburg?

Littbarski ließ keinen Zweifel daran, dass er bereits im März gewusst habe, dass Hecking den Abstieg nicht verhindern könne. „Er hat es ja schon in Bochum nicht geschafft“, wetterte der 66-Jährige im Gespräch mit ran. Seine Aussage ist ein Schlag ins Gesicht für den Trainer, der sich in den letzten Wochen um die Wende bemüht hatte. Die fehlende Entschlossenheit, die fehlende „Feuerwehr“, wie Littbarski es ausdrücklich formulierte, soll der Grund für das Scheitern gewesen sein.

Stattdessen schlägt Littbarski vor, was hätte geschehen sollen: „Die hätten sich besser Friedhelm Funkel geholt, dann wären sie noch in der 1. Liga.“ Diese Aussage unterstreicht die Überzeugung des Weltmeisters, dass die Verantwortlichen in Wolfsburg den falschen Weg eingeschlagen haben. Die Fans, so Littbarski, hätten es verdient, in der Bundesliga zu spielen – ein bitteres Urteil angesichts der Ereignisse der letzten Wochen.

Gerüchte um heckings zukunft: „ich kann nur lachen“

Gerüchte um heckings zukunft: „ich kann nur lachen“

Die Spekulationen um eine mögliche Weiterbeschäftigung von Dieter Hecking, gar als Geschäftsführer, wurden von Littbarski mit einem Achselzucken abgetan. „Ich kann nur lachen“, kommentierte er die Gerüchte. Er erinnerte an Heckings gescheiterten Versuch in Nürnberg und fragte sich rhetorisch, welche Beweggründe es geben könne, ihn erneut in eine verantwortungsvolle Position zu installieren. Möglicherweise, so Littbarski spekulativ, spiele die gute Beziehung zwischen Diego Benaglio, Aufsichtsratsmitglied, und Hecking eine Rolle, oder auch einfach Heckings angenehme Art. Doch letztendlich plädiert er für einen „rigorösen Neuanfang“.

Littbarski, der zwischen 2010 und 2018 in verschiedenen Funktionen beim VfL Wolfsburg tätig war, betont, dass der Abstieg niemals hätte passieren dürfen. „Wenn du so teure Spieler hast, dann musst du im ersten Spiel etwas anderes zeigen“, so Littbarski, der die Leistung der Mannschaft in den letzten Wochen als unzureichend kritisiert. Die Verzweiflung der Fans ist ihm bewusst: „Für die Fans tut es mir extrem leid. Die waren so perplex, dass sie sich nicht einmal mehr richtig aufgeregt haben.“

Die Situation in Wolfsburg ist ernst, und Littbarskis deutliche Worte verdeutlichen die tiefe Enttäuschung über den Abstieg. Ob der VfL den Neustart meistern kann, wird die kommende Saison zeigen.