Lipowitz verliert wichtigen mentor: tour-vorbereitung gefährdet?
Schlechte Nachrichten für den deutschen Radsport: Nur wenige Tage vor der Baskenland-Rundfahrt, einem wichtigen Testlauf für die Tour de France, verliert Radstar Florian Lipowitz (25) einen seiner wichtigsten Stützen. Der erfahrene Trainer Dan Lorang verlässt das Team Red Bull-Bora-hansgrohe zum Sommer – ein Verlust, der die Ambitionen des Teams erheblich beeinträchtigen könnte.

Ein rückschlag kurz vor dem großen ziel
Lipowitz, der im vergangenen Jahr mit einem sensationellen dritten Platz in Paris die deutsche Nation begeisterte, zählt fest zu den Anwärtern auf eine erneute Top-Platzierung bei der Tour de France. Doch nun muss er einen Rückschlag verkraften. Lorang, seit 2017 eine zentrale Figur im Team, verabschiedet sich – ein Abschied, der nicht nur Lipowitz, sondern auch Superstar Remco Evenepoel (26) trifft, der erst in diesem Jahr zu Red Bull-Bora-hansgrohe stieß.
Ralph Denk, der Team-CEO, würdigte Lorangs Verdienste: „Als erster Performancetrainer hat Dan seit 2017 maßgeblich zu unserem Aufstieg in der WorldTour beigetragen und zahlreiche Athleten gefördert.“ Doch nun widmet sich der 46-Jährige neuen Aufgaben, unter anderem im Red Bull Athlete Performance Center in Thalgau, wo er auch Ausdauersportler anderer Disziplinen betreuen wird. Seine Expertise war auch in der Triathlonszene gefragt, wo er unter anderem Jan Frodeno und Anne Haug zu ihren Ironman-Siegen auf Hawaii führte.
Die Reaktionen sind gemischt. Evenepoel hatte Lorangs Trainingspläne gerade erst für vielversprechend befunden, lobte die gute Kommunikation und die positiven Ergebnisse. Wie sich der Abgang des Trainers nun konkret auf die Vorbereitungen für die Tour de France auswirken wird, bleibt abzuwarten. Lipowitz und Evenepoel stehen vor der Herausforderung, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen und ihre Formziele trotz dieses Umbruchs zu erreichen.
Die Tour de France 2026 markiert für Lorang sein letztes Highlight im Dienste von Red Bull-Bora-hansgrohe. Bis dahin gilt es, die offenen Fragen zu klären und sicherzustellen, dass die Mannschaft trotz des Verlusts ihrer zentralen Trainingsstütze weiterhin auf dem Weg zum Erfolg ist. Ob Lipowitz und Evenepoel in der Lage sein werden, den amtierenden Tour-Dominator Tadej Pogacar herauszufordern, wird nun noch ungewisser.
Die Entscheidung von Dan Lorang wirft einen langen Schatten auf die anstehende Radsaison. Die Zahlen sprechen für sich: Unter seiner Leitung konnte das Team seine Leistung kontinuierlich steigern und zahlreiche Erfolge feiern. Nun gilt es, diesen Erfolgsweg fortzusetzen – ohne einen Mann, der ihn maßgeblich geprägt hat.
