Lipowitz übersteht stürze bei generalprobe für die tour

Ein haarsträubender Sturz zwang am Donnerstag zur Neutralisierung eines Teils der zweiten Etappe der Slowenien-Rundfahrt, doch Florian Lipowitz blieb unversehrt. Der deutsche Radprofi nutzt die Veranstaltung als wichtige Vorbereitung für die anstehende Tour de France.

Pithie verpasst erneut den sieg knapp

Pithie verpasst erneut den sieg knapp

Der Massensturz, der rund 30 Kilometer vor dem Ziel passierte, sorgte für eine kurzzeitige Unterbrechung des Rennens. Lipowitz hatte Glück im Unglück und kam unverletzt davon, überquerte die Ziellinie schließlich als 44. zeitgleich mit dem serbischen Etappensieger Dusan Rajovic. Sein Teamkollege Laurence Pithie, der bereits die Auftaktetappe gewonnen hatte, verpasste als Zweiter knapp seinen zweiten Tageserfolg im Sprint. Die Gesamtführung konnte er jedoch behaupten.

Lipowitz, der bei der letzten Tour de France den dritten Platz belegte, testet in Slowenien, dem Heimatland des dominanten Tadej Pogacar, seine Form vor dem Start der Frankreich-Rundfahrt am 4. Juli in Barcelona. Pogacar selbst, zweifacher Sieger bei der Slowenien-Rundfahrt, ist diesmal nicht am Start und bereitet sich parallel bei der Tour de Suisse auf die Saisonhöhepunkt vor. Nur wenige WorldTour-Teams sind in Slowenien am Start, darunter Red Bull-Bora-hansgrohe, für das sowohl Lipowitz als auch Pithie fahren.

Das dritte Teilstück der Slowenien-Rundfahrt am Freitag über 133,5 Kilometer zwischen Maribor und Celje verspricht mit einigen Anstiegen eine anspruchsvollere Etappe zu werden. Die vorletzte Etappe am Samstag wird jedoch voraussichtlich die größte Herausforderung darstellen. Einziger deutscher Etappensieg gab es in Slowenien bisher nur einmal: 1994 triumphierte Tobias Steinhauser. Sein Sohn Georg Steinhauser belegte im Frühjahr den dritten Platz bei Paris-Nizza.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Lipowitz hat in dieser Generalprobe bewiesen, dass er trotz des Unfalls in Topform ist und bereit für die Herausforderungen der Tour de France. Sein Fokus liegt nun auf der optimalen Vorbereitung, um in Frankreich eine herausragende Leistung zu erbringen.