Lipowitz triumphiert in slowenien: führungswechsel im kampf um gelb

Ein Paukenschlag am Ende der vierten Etappe der Slowenien-Rundfahrt: Florian Lipowitz vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe hat nicht nur die Königsetappe gewonnen, sondern sich auch das Gelbe Trikot des Führenden erobert. Der 25-Jährige distanzierte seinen Teamkollegen Giulio Pellizzari in einem packenden Finale und präsentierte sich zwei Wochen vor dem Tour de France-Start in bestmöglicher Form.

Ein triumph nach langer wartezeit

Ein triumph nach langer wartezeit

Die Freude bei Lipowitz war offensichtlich. "Ich bin enorm dankbar, wieder einmal einen Sieg feiern zu können – nach fast zwei Jahren Wartezeit!", strahlte der Ulmer im Siegerinterview. Die Etappe führte über anspruchsvolle 184,7 Kilometer von Kranj nach Kransjka Gora, wo Lipowitz seine Stärken im entscheidenden Anstieg zum Vrsic-Pass (1.611 m) demonstrierte. Zunächst hatte sich eine Zweiergruppe gebildet, in der Lipowitz und Pellizzari an der Spitze fuhren. Pellizzari konnte in der Abfahrt zwar wieder aufschließen, doch Lipowitz behauptete sich im Sprint und sicherte sich den Sieg mit einem knappen Vorsprung von vier Sekunden.

Lipowitz' Sieg ist ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Er bewies, dass er nicht nur über die nötige Kraft, sondern auch über die mentale Stärke verfügt, um in einem Rennen auf höchstem Niveau zu bestehen. Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe scheint ebenfalls in Topform zu sein, da zwei seiner Fahrer um den Gesamtsieg kämpfen.

Die Slowenien-Rundfahrt dient für Lipowitz als wichtiger Testlauf vor der Tour de France. Neben Red Bull ist nur noch Bahrain Victorious mit einem World-Tour-Team vertreten. Der große Star des Rennens, Tadej Pogacar, fehlte diesmal, um sich stattdessen auf die Tour de Suisse zu konzentrieren. Doch Lipowitz nutzte seine Chance und zeigte eine beeindruckende Leistung. Die letzte Etappe am Sonntag führt über 169,4 Kilometer von Litija nach Novo Mesto. Lipowitz kann mit vier Sekunden Vorsprung auf Pellizzari in den entscheidenden Tag gehen.

Es bleibt abzuwarten, ob Lipowitz seine Führung bis zum Schluss verteidigen kann. Aber eines ist klar: Mit seiner heutigen Leistung hat er sich als ernstzunehmender Anwärter für eine gute Platzierung in der Tour de France positioniert. Das Rennen ist eröffnet!