Lipowitz testet, pogacar trainiert: die vorbereitung auf die tour de france nimmt fahrt auf
Zwei Wochen vor dem
Startschuss der Tour de France in Barcelona scheinen Florian Lipowitz und Tadej Pogacar unterschiedliche Wege zu gehen, um sich auf die prestigeträchtigste Radrundfahrt der Welt vorzubereiten. Während Lipowitz bei der Slowenien-Rundfahrt seine Form unter Beweis stellt, wählt Pogacar die Tour de Suisse als Trainingsplattform – ein Schachzug, der Fragen aufwirft und die Spannung vor dem großen Rennen weiter anheizt.Lipowitz sucht den feinschliff im slowenischen heimatland
Für Florian Lipowitz ist die Slowenien-Rundfahrt die ideale Gelegenheit, die letzten Zweifel vor der Tour de France auszuräumen. "Sich jetzt schon groß zu stressen, wäre vielleicht nicht ganz so gut. Die Tour selbst ist stressig genug," betonte der deutsche Profi kürzlich. Im Rennen, bei dem Pogacar bereits zwei Siege errungen hat, will er seine Form bestätigen und sich auf die anstehenden Herausforderungen konzentrieren. Nur zwei World-Tour-Teams sind überhaupt dabei, was die Konkurrenz zusätzlich schürt.

Pogacar setzt auf die knackige tour de suisse
Tadej Pogacar hingegen entscheidet sich für die Tour de Suisse. Der slowenische Superstar, der als Titelverteidiger gilt, scheint eine intensivere Trainingswoche zu bevorzugen. Nach seinen Erfolgen in Katalonien, im Baskenland und der Romandie will er nun in der Schweiz seine Form bestätigen und sich an die anspruchsvollen Alpenpässe gewöhnen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Schlussetappe, die gleich dreimal über den Col de la Croix führt – ein Test par excellence, der an Jan Ullrichs legendären Sieg 1997 erinnert.

Ein duell der strategien: wer hat die nase vorn?
Die getrennten Wege der beiden Top-Fahrer werfen die Frage auf, welche Strategie letztendlich die richtige ist. Während Lipowitz im direkten Duell gegen Pogacar ausbleibt, konzentriert sich der Slowene auf eine intensive Trainingswoche in der Schweiz. Paul Seixas, Frankreichs Wunderkind, bestritt derweil die Tour Auvergne-Rhone-Alpes und musste sich dort einem schweren Sturz stellen. Jonas Vingegaard, frisch vom Giro-Sieg, verzichtet ebenfalls auf eine Generalprobe, ebenso wie Lipowitz’ Teamkollege Remco Evenepoel. Die Taktik, die am Ende zum Erfolg führt, bleibt abzuwarten.
Doch eines ist klar: Die mentale Vorbereitung auf die Tour de France ist bereits in vollem Gange. Die Spannung steigt, und die Radsportwelt blickt gespannt auf das Rennen in Barcelona, wo sich die "Big 5" des Radsports zum ersten Mal in diesem Jahr im Renntempo begegnen werden.
