Lipowitz glänzt im baskenland – roglic im blick!
Bilbao – Florian Lipowitz hat bei der Baskenland-Rundfahrt einen vielversprechenden Auftakt hingelegt. Der deutsche Radprofi aus dem Team Red Bull-Bora-hansgrohe zeigte im anspruchsvollen Auftaktzeitfahren über 13,8 Kilometer eine starke Leistung und landete auf dem sechsten Platz. Damit bestätigte er seine exzellente Form nach seinem Erfolg bei der Katalonien-Rundfahrt und deutet an, dass er im Kampf um die Gesamtwertung eine ernstzunehmende Rolle spielen könnte.
Ein knapp verpasster triumph für seixas
Der Tagessieg ging an das junge französische Ausnahmetalent Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) in einer beeindruckenden Zeit. Lipowitz blieb lediglich 33 Sekunden hinter Seixas, während sein prominenter Teamkollege Primoz Roglic, der zweimalige Tour-Sieger, mit 28 Sekunden Rückstand den zweiten Platz belegte. Die Tatsache, dass Seixas Roglic um beachtliche 28 Sekunden distanzierte, unterstreicht die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des jungen Franzosen.
Kevin Vauquelin (INEOS Grenadiers) wurde mit 23 Sekunden Rückstand Zweiter, Felix Großschartner (UAE Team Emirates) komplettierte das Podest mit 27 Sekunden. Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team) beendete das Zeitfahren als zweitbester Deutscher auf dem 27. Platz mit einem Rückstand von 1:02 Minuten. Emanuel Buchmann (Cofidis) und Georg Zimmermann (Lotto – Intermarché) folgten mit Rückständen von 1:29 bzw. 1:57 Minuten.

Momentum aus katalonien nutzen
Lipowitz hatte die Baskenland-Rundfahrt kurzfristig ins Programm genommen, um „das Momentum aus Katalonien“ zu nutzen, wie sein Team mitteilte. Bei der Volta a Catalunya hatte der Ulmer zuletzt den dritten Platz belegt und sich dabei sogar in besserer Form als sein neuer Teamkollege Remco Evenepoel gezeigt, der dort lediglich Fünfter wurde. Die Formkurve des Deutschen scheint also steil nach oben zu zeigen.
Die Baskenland-Rundfahrt, die dieses Jahr mehr als 16.000 Höhenmeter umfasst, gilt als eines der anspruchsvollsten Frühjahrsrennen. Die zweite Etappe am Dienstag führt über 164,9 Kilometer von Pamplona-Iruña nach Lekunberri, wobei ein Anstieg der 1. Kategorie kurz vor dem Ziel für zusätzliche Herausforderungen sorgt. Lipowitz' Ziel ist es, seine Form weiter zu verfeinern und sich optimal auf die Tour de France vom 4. Juli vorzubereiten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob er seine Ambitionen im Baskenland verwirklichen kann.
