Lindemann will raus, emmerling droht abpfiff: jetzt zittert die regionalliga nord
Die heiße Phase der Regionalliga Nord beginnt nicht auf dem Rasen, sondern in den Büros. Björn Lindemann will den SSV Jeddeloh II verlassen, Stefan Emmerling steht bei Kickers Emden nach sieben Jahren vor dem Rausschmiss, Dario Fossi wartet bei VfB Oldenburg auf ein Lebenszeichen aus der Geschäftsstelle. Drei Klubs, drei offene Trainerstühle – und nur noch 49 Tage bis zum ersten Testspiel.
Warum jeddeloh um seinen erfolgstrainer bangt
Lindemann hat aus dem Dorfklub ein Punktegespann gemacht: Tabellenplatz vier, Halbfinale im NFV-Pokal, Stadiomoderation inklusive. Der Ex-Profi arbeitet nebenher als Versicherungskaufmann, will aber ab Sommer Vollzeit-Trainer sein. In Jeddeloh II ist das «noch blanke Utopie», wie Aufsichtsratschef Rolf Bley einräumt. Er blockiert eine vorzeitige Vertragsauflösung bis 2027. Lindemanns Satz klingt wie ein Seufzer: «Ich sitze aber nicht am längeren Hebel.»
Die Ironie: Der Verein, der ihn zum Star machte, wird jetzt zum Gefängnis. Kickers Emden lauert schon. Dort soll Emmerling fallen, obwohl Gerüchte über einen unbefristeten Vertrag sein Abfindungs-Szenario durcheinander bringen. Der Coach schweigt, die Geschäftsführung auch. Nur so viel ist sicher: Ein Sieg im Abstiegskampf reicht nicht, um die «Enttäuschung Saison» zu wischen.

Vfb oldenburg hält die hände unter der decke
Beim VfB Oldenburg ist die Lage scheinbar ruhiger. Fossi sagt: «Ich bin gerne beim VfB.» Sport-Geschäftsführer Sebastian Schachten antwortet: «Wir möchten mit ihm weitermachen.» Doch hinter den Kulissen geht es um Struktur, nicht um Gefühle. Kein Wunder, nachdem Hannover 96 II die Aufstiegsträume mit einem 3:2 platzte. Der Klub braucht einen Kaderplaner, Fossi braucht Perspektive. Sonst wird Offenbach zur Option – und die Gerüchte wieder warm.
Die Uhr tickt. Am 31. März will Lindemann Klarheit, Emmerling wartet auf sein Schicksal, Fossi auf ein Konzept. Die Regionalliga Nord spielt weiter, aber die wichtigsten Duelle findieren gerade in den Vorstandsetagen statt. Wer zuerst zieht, bestimmt nicht nur die Personalie – er setzt die Richtung für die ganze Liga.
