Lidl und prezero sichern sich uefa-doppelpack bis 2030

Die UEFA macht sich fit für die nächste Dekade – und kriegt dafür starke Partner an die Seite. Lidl und PreZero, beide zur Schwarz-Gruppe gehörig, übernehmen ab sofort die Ernährungs- und Kreislaufwirtschafts-Agenda des europäischen Fußballs. Die Deals laufen bis 2030, die Summen halten die Beteiligten bedeckt. Insider sprechen indes von einer der teuersten Corporate-Partnerships der UEFA-Geschichte.

Was lidl wirklich will – und warum männer-em 2028 plötzlich ganz oben auf der liste steht

Seit 2024 ist Lidl bereits im Frauenfußball der UEFA unterwegs, unterstützt Schul- und Grassroots-Programme. Nun springt der Discounter auch bei den Männerwettbewerben auf – und setzt dabei auf die EM 2028 in Großbritannien und Irland. Der Grund: Mehr TV-Präsenz, mehr Stadion-Besucher, mehr Umsatz. „Take Care Nutrition Partner“ nennt sich Lidl in der neuen Rolle, doch dahinter steckt ein klarer Plan: Werbung für gesunde Ernährung wird zur Pflicht – und Lidl liefert das Curriculum. Digitale Plattformen sollen Lehrer und Vereinstrainer in ganz Europa an die Hand nehmen, inklusiven Fußball und Gemüse-Kunde gleichzeitig schmackhaft machen.

Parallel baut PreZero sein Geschäft mit der UEFA aus. Das Entsorgungs-Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe misst künftig, wie viel Abfall in Stadien anfällt – und wie viel davon wieder in den Kreislauf zurückkehrt. Daten statt Dosenkicken: Standardisierte Verfahren, anonyme Stadion-Analyse, Schulungen für Geschäftsführer und Stadion-Chefs. Das Ziel: bis 2030 50 % weniger Restmüll bei UEFA-Turnieren. Ein ehrgeiziger Wert, doch ohne Sanktionen. Stattdessen setzt die UEFA auf Image-Gewinn und die Hoffnung, dass nationale Verbände das Modell übernehmen.

Warum der zeitpunkt kein zufall ist

Warum der zeitpunkt kein zufall ist

Die EU verschärft ihre Verpackungsverordnung, Deutschland plant eine neue Kreislaufwirtschafts-Pflicht für Sportveranstaltungen. Die UEFA will voraus sein – und schiebt Lidl und PreZero vor. Die Unternehmen wiederum nutzen den Fußball, um ihre Nachhaltigkeits-Ziele sichtbar zu machen. Ein klassisches Win-win, nur mit längerer Laufzeit als je zuvor.

Für Fans wird der Unterschied spürbar sein: mehr Biogemüse-Standorte im Stadion, Mehrweg-Pfandbecher statt Einweg-Kunststoff, Recycling-Stationen statt wilder Müllberge. Ob das reicht, um Kritik an teuren Tickets und Reisen zu übertönen, bleibt offen. Fakt ist: Die UEFA hat sich ihre grüne Schutzmarke gesichert – und lässt andere Verbände nun erst einmal schauen, wie teuer Nachhaltigkeit wirklich ist.