Leverkusen verschenkt doppelt – andrich-fehler lässt cl-pläne platzen

Ein Schritt nach vorn, zwei zurück: Bayer Leverkusen verpatzt den Dreier beim Tabellenletzten und rutscht in der Champions-League-Lotterie noch tiefer. 3:3 in Heidenheim – das klingt nach Remis, ist in Wahrheit eine Niederlage.

Andrich-selfie wird zur bühne für pieringer

Andrich-selfie wird zur bühne für pieringer

Robert Andrich kennt die Statistik. Er weiß auch, dass sich seine Fehler in den letzten Wochen summieren. Der Kapitän bringt Marvin Pieringer mit einem Rempler vom Punkt, schon steht es 2:2. Pieringer trifft später noch mal, Leverkusen kassiert das 3:3. 46 Punkte, Platz sechs – vier Zähler Rückstand auf die Königsklasse. Die Konkurrenz aus Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig lacht sich ins Fäustchen.

Die Werkself begann souverän. Tillman köpft die Führung, Schick erhöht per Dropkick. Doch Heidenheim schläft nicht. Behrens verkürzt, Andrich liefert den Elfmeter, Pieringer netzt. Schick bringt Bayer wieder auf 3:2, doch Pieringer trifft erneut. Ein Doppelpäckchen, das die Leverkusener Abwehr verunsichert.

Trainer Xabi Alonso reibt sich die Augen. Drei Punkte gegen den Letzten wären ein Pflichtsieg gewesen, stattdessen droht ein Frustlauf. „Wir haben die Kontrolle verloren, das ist bitter“, sagt er. Für Heidenheim ist das Remis ein Achtungserfolg, aber mit 15 Punkten nach 27 Spielen bleibt der Abstieg wahrscheinlicher denn je.

Andrich nimmt die Schuld auf sich: „Solche Aktionen sind spielentscheidend, das darf mir nicht passieren.“ Die Frage bleibt: Wie viele solcher Momente verträgt Leverkusen noch, bevor die Saison zur Geduldsprobe wird?