Leverkusen verpasst champions league: hjulmands abschied rückt näher

Die BayArena verstummte am letzten Bundesliga-Spieltag: Bayer Leverkusen, einst gefeiert als Double-Gewinner, scheiterte am Hamburger SV mit 1:1 und verpasste die Qualifikation für die Champions League. Ein enttäuschendes Saisonende, das nun tiefgreifende Veränderungen bei den Werkself-Fans und im Verein selbst nach sich ziehen könnte.

Unsicherheit um die zukunft des trainers

Unsicherheit um die zukunft des trainers

Die Frage, ob Kasper Hjulmand auch nächste Saison an der Seitenlinie stehen wird, ist nach dem müden Auftritt gegen den HSV lauter geworden. Gerüchte über einen Abschied des Dänen im Sommer kursieren bereits seit Tagen, und die Leistung seiner Mannschaft am Samstag dürfte diese Spekulationen weiter anheizen. Oliver Glasner, Filipe Luís und Míchel vom FC Girona werden bereits als mögliche Nachfolger gehandelt – ein Zeichen dafür, dass die Verantwortlichen offenbar ernsthafte Alternativen in Betracht ziehen.

Die Hamburger, bereits gerettet und ohne großen Druck, zeigten sich als unangenehme Überraschung. Fábio Vieira brachte die Nordlichter in Führung (61.), nachdem Leverkusens Offensivbemühungen lange harmlos verlaufen waren. Jarell Quansah gelang zwar der Ausgleich (78.), doch die Dominanz, die die Werkself in den vergangenen Monaten auszeichnete, war spurlos verschwunden. Patrik Schick vergab zudem einen Elfmeter (25.), was die Chancenwut des Teams zusätzlich unterstrich.

Ein erschreckendes Bild der Chancenlosigkeit zeichnete sich vor allem in der zweiten Halbzeit ab. Ibrahim Maza traf zwar das Außennetz (49.), doch ansonsten fehlte es Leverkusen an Ideen und Kreativität. Die Hamburger setzten auf Nadelstiche, und beim zweiten Versuch des Portugiesen Vieira war Bayer-Torhüter Mark Flekken machtlos. Die Pfiffe der Fans waren ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit.

Die Leistung gegen den HSV wirft ein schlechtes Licht auf die gesamte Saison. Nach dem Rückschlag in Stuttgart (1:3) offenbarte die Werkself ihre Grenzen. Die umständliche Spielweise und die fehlende Durchschlagskraft im Angriff waren bereits in den Wochen zuvor aufgefallen, kulminierten nun aber in einem erschreckenden Finale. Nicolas Capaldo hatte bereits in der 17. Minute mit einem Kopfball an die Latte die beste Chance der Gäste vergeben, während Bundesliga-Debütant Sander Tangvik im Tor des HSV gleich zweimal – gegen Schick (25.) und Malik Tillman (45.+3) – glänzend parierte.

Die Leverkusener stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Die verpasste Champions League-Qualifikation bedeutet nicht nur einen finanziellen Verlust, sondern zwingt den Verein auch, sich neu zu orientieren. Ob Hjulmand diesen Umbruch leiten kann, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedoch auf Veränderung. Die Saison 2024/2025 wird mit großer Wahrscheinlichkeit ohne den Dänen an der Seitenlinie beginnen.