Leverkusen raus gegen arsenal – jetzt zählt nur noch die liga
0:2 in London, Träume zerstört, Maschine kaltgestellt. Bayer Leverkusen fliegt früh raus aus der Champions League, und die Frage, die im Flieger zurück nach Nordrhein-Westfalen durch die Kabine geistert, klingt wie ein Schlag auf Metall: Holen wir uns das Ticket 2027/28 jetzt auf dem Feld – oder müssen wir es kaufen?
Die wahrheit im emirates: leverkusen war nicht einmal unterklassig, sondern unsichtbar
Arsenal ließ den Ball laufen wie auf einem Flipperautomaten, Leverkusen trat nur zu, um die Lichter auszumachen. Kein Schuss aufs Tor im ersten Durchgang, keine Ecke, keine Idee. Ibrahim Maza, Christian Kofane, Montrell Culbreath – die Zukunftsmodelle bekamen eine Lektion, nicht eine Chance. Kasper Hjulmand sprach hinterher von „Respekt“, doch das Wort, das ihm auf der Zunge lag, war „Distanz“. Fünf Punkte auf Platz vier, das ist die Distanz, die jetzt zählt.
Janis Blaswich redete vom „Sahnetag“, der nicht kam. Aber Sahne kann man sich in der Bundesliga nicht leisten, da gibt es nur Brei. Und Brei muss man essen, bis er schmeckt. Heidenheim am Samstag ist kein Gegner, es ist eine Prüfung im Stil einer Zahnarztrechnung: kleiner Klub, großer Schmerz, wenn man dort rutscht.

Der plan von 2028 wird nicht in der cloud geschrieben, sondern im schlamm von sinsheim
Fernando Carro, Vorstandschef, hatte den Meistertitel für 2028 oder 2029 ausgerufen. Schöne Zahl, nur fehlt noch die Champions-League-Teilnahme davor. Ein Jahr Europa League wäre keine Katastrophe – unter Xabi Alonso war sie der Sprungbreter zum Titel. Aber diesmal ist die Luft dünner, die Konkurrenz größer, der Kader jünger. Hjulmand muss jetzt jeden Punkt wie ein Sammelbild eintauschen, sonst wird aus dem Ziel 2028 ein Programm 404.
Die Maschine landete in Köln, der Bus fuhr nach Leverkusen. Draußen regnete es. Innen schwiegen die Spieler. Der eine schaute aufs Handy, der andere aus dem Fenster. Der Regen war passend: Sauberwasser für die neue Saison, die jetzt beginnt, obwohl die alte noch läuft.