Leverkusen müht sich ins achtelfinale – kramer kritisiert 'große sch****'
Enttäuschendes unentschieden: bayer leverkusen erreicht achtelfinale
Bayer Leverkusen hat sich zwar ins Achtelfinale der ChampionsLeague vorgekämpft, doch der Weg dahin war alles andere als glanzvoll. Das torlose Unentschieden gegen Olympiakos Piräus (Hinspiel: 2:0) zog scharfe Kritik von Experten nach sich, allen voran von Christoph Kramer. Trotz des Erreichens des Saisonziels bleibt ein fader Beigeschmack.

Kramer lässt kein gutes haar an der leistung
„Also wir müssen nicht darüber reden. Das Spiel war insgesamt große Sch“, urteilte Kramer bei Prime Video unmissverständlich. Er wunderte sich über die Reaktion der griechischen Mannschaft: „Man könnte von Glück sprechen, dass es gegen Piräus passiert ist, die wirklich auch sehr, sehr harmlos waren. Ich frage mich aus Sicht von Olympiakos Piräus, warum die gefeiert haben.“
Saisonziel erreicht, aber die kritik bleibt
Obwohl der Einzug ins Achtelfinale angesichts des Kadersumbruchs als „eine sensationell gute Nachricht“ gewertet werden kann, ließ Kramer keinen Zweifel daran, dass die Leistung nicht akzeptabel war. „Trotzdem bleibt, dass es heute einfach nicht gut war. Das Spiel wird relativ schnell abgehakt. Prämie gibt es trotzdem. Weiterkommen gibt es trotzdem. Deswegen alles tutti“, resümierte er zynisch.
Zu wenig dominanz im modernen fußball
Kramer bemängelte vor allem die fehlende Dominanz Leverkusens. „Wenn du dich im modernen Fußball messen willst, dann musst du heute ein ganz dominantes Spiel hinlegen. Leverkusen hat die Spieler gekauft, misst sich von seinem Anspruch am Fußball. Und dann ist es zu wenig.“ Der Wechsel zu langen Bällen in der zweiten Halbzeit sei für einen Verein wie Bayer Leverkusen „ein bisschen zu wenig“ gewesen.
Sammer sieht mangelnde überzeugung
Auch Matthias Sammer sah das Spiel kritisch. „Man könnte sagen, ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss. Ich glaube, dass der Gegner auch dazu beigetragen hat, dass das Spiel auf einem überschaubaren Niveau war.“ Er betonte jedoch, dass die Spieler dies mit etwas Abstand auch verstehen würden.
Gedämpfte stimmung in leverkusen
Die Stimmung in der Mannschaft nach dem Schlusspfiff war gedämpft, was auch Josephine Henning auffiel. „Ich habe mir gedacht, dass ich noch nie so wenig Leute gesehen habe, die sich so wenig darüber freuen. Ich kann es nachvollziehen, denn es war nicht souverän.“ Henning forderte ein stärkeres „Wir-Gefühl“ innerhalb der Mannschaft. Für die nächste Runde seien „große Schritte“ notwendig.
Fazit: leverkusen muss sich steigern
Trotz des Einzugs ins Achtelfinale ist klar: Bayer Leverkusen muss in der kommenden K.o.-Runde eine deutlich verbesserte Leistung zeigen, um erfolgreich zu sein. Die Kritik von Kramer und Sammer unterstreicht, dass die Mannschaft ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft hat und sich auf ein höheres Niveau steigern muss.
