Lenz hächler jagt mit 106 punkten vorsprung den gesamtsieg – und verrät schon beim training seine taktik
Er rollt an, bremst spät, tritt durch – und ist trotzdem nur elf Hundertstel hinter dem Franzosen Adrien Fresquet. Lenz Hächler schickt am Mittwoch in Saalbach eine klare Botsung: Der Mann mit dem 106-Punkte-Polster im Europacup will nicht nur verwalten, er will demütigen.
Warum grahl-madsen fehlt und was das für hächler bedeutet
Die Entscheidung des Norwegers Hans Grahl-Madsen, sich für das erste Training nicht anzumelden, klingt nach Nebensache. Tatsächlich aber zieht Hächler damit die letzte Bedrohung aus dem Rennen um die Kristall-Kugel des Europacups. Rogentin, Zweiter der Trainingsbestzeit, fährt zwar mit, ist aber 134 Punkte hinten – ein Riesenberg, selbst wenn er be Finalsiege holt.
Der 22-jährige Zuger spurt mit der Nummer 21 über die Hangkante, spürt sofort, dass die 1:34,00 des Schweizer Kollegen Stefan Rogentin zu schlagen sind. Er findet die ideale Linie zwischen den blauen Kontrollfahnen, lässt nur 0,11 Sekunden liegen – und verschafft sich Selbstvertrauen für Freitag, wenn es in der Abfahrt ernst wird.

Super-g als zweiter schritt – die rechnung ist simpel
Hinter der Abfahrt wartet am Sonntag der Super-G. Dort kann Hächler erneut Punkte sammeln, während seine Konkurrenten vor allem rechnen: Wie viel Risiko ist nötig, wie viel ist zuviel? Für ihn zählt nur eines – keine Stürze, keine Ausreiser. Denn wer in Saalbach und Schladming zweimal Top-15 fährt, dürfte selbst bei einem K.o. des Gegners nicht mehr einzuholen sein.
Die Uhr wird am Freitag um 11.30 Uhr gestartet. Dann zeigt sich, ob das Training nur ein Aperitif war – oder schon die Vorentscheidung im Kampf um die Europacup-Krone.
