Lemgo verpasst finaleinzug: berlin zieht ins finale des dhb-pokals ein!

Köln – Dramatik pur im Kölner Lanxess Arena: Der TBV Lemgo Lippe hat im Halbfinale des DHB-Pokals gegen die Füchse Berlin eine starke Leistung gezeigt, am Ende aber knapp mit 36:39 die Segel streichen müssen. Für die Lipper ist es eine bittere Enttäuschung, während die Berliner nun im Finale auf den Sieger des Spiels zwischen Bergisch HC und SC Magdeburg treffen.

Ein ausgeglichenes spiel bis zur pause

Die Anfangsphase des Spiels verlief äußerst ausgeglichen. Lemgo, eine Woche nach der knappen Bundesliga-Niederlage gegen Berlin, hielt mit den Berlinern Schritt vor 19.750 Zuschauern. In der zwölften Minute gelang es dem TBV dank eines cleveren Gegenstoßes von Samuel Zehnder, der einen Fehler von Mathias Gidsel ausnutzte, erstmals in Führung zu gehen (7:5). Doch die Füchse Berlin antworteten umgehend mit einem 3:0-Lauf und übernahmen wieder die Kontrolle. Dejan Milosavljev, der Berliner Torwart, präsentierte sich in Glanzform und verhinderte mit zahlreichen Paraden, dass Lemgo den Rückstand weiter verkleinern konnte. Bis zur Pause war es ein Kampf auf Augenhöhe, der mit 16:20 für Berlin endete.

Berlin dominiert mitte der zweiten halbzeit

Berlin dominiert mitte der zweiten halbzeit

Zur zweiten Halbzeit wechselte Lemgo-Trainer Florian Kehrmann den Torhüter und brachte Urh Kastelic für Constantin Möstl. Doch die Taktikänderung brachte zunächst keine Wende. Berlin blieb am Drücker und baute den Vorsprung auf fünf Tore aus. Lemgo zeigte jedoch Moral und kämpfte verbissen um die Wende. Ein schneller 3:0-Lauf brachte den TBV Mitte der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel – Bobby Schagen verkürzte auf 26:27. Kastelic hielt seinen Mannschaft mit wichtigen Paraden den Rücken frei.

Doch die Berliner ließen sich nicht mehr abfangen. Welthandballer Gidsel sorgte mit seinem Treffer für die Vorentscheidung (34:31). Die Zeitstrafen gegen Lemgoer Spieler und die sichere Abwehr der Berliner machten den Lemgoern die Aufgabe zusätzlich schwer. Am Ende war es ein gerechter Sieg für die Füchse.

Tim Suton war mit acht Toren bester Werfer der Lemgoer, während Lasse Andersson mit elf Treffern auf Berliner Seite überzeugte. Milosavljev verbuchte insgesamt 18 Paraden und war einer der Schlüsselspieler für den Berliner Sieg. Die Lemgoer müssen sich nun auf das Spiel um den dritten Platz einstellen, während die Füchse Berlin voller Zuversicht dem Final entgegenblicken.