Lemgo triumphiert, eisenach atmet auf: handball-sieg mit geschichte!
Ein furioser Auftritt des TBV Lemgo Lippe hat am Freitagabend in der Werner-Aßmann-Halle für Jubelstürme gesorgt. Gegen den ThSV Eisenach feierten die Westfalen einen verdienten 38:34-Erfolg und beendeten damit eine lange Serie ohne Sieg. Für Eisenach hingegen bedeutet die Niederlage zwar keinen direkten Abstieg, doch der Klassenerhalt ist nun so gut wie sicher – ein Teufelstritt, nachdem die Saison so turbulent verlief.

Die comebacks, die begeistern
Besonders im Mittelpunkt stand das Comeback von Aleksandar Capric. Nach einer langen Verletzungspause, die durch einen Kreuzbandriss bedingt war, kehrte der Rückraumspieler zurück auf das Feld und sorgte mit seinem Einsatz für einen derartigen Applaus, dass der Hallensprecher sich eine humorvolle Bemerkung nicht verkneifen konnte: „Er wird es zwar nicht hören, aber wir haben ein Hörgerät gefunden.“ Ein Moment, der die Emotionen des Abends perfekt zusammenfasste. Felix Aellen markierte mit seinem Siebenmeter nach der Länderspielpause den ersten Treffer und hielt die Anfangsphase der Partie offen.
Die Spieler von Trainer Sebastian Hinze zeigten zudem eine bemerkenswerte Moral. Selbst als Abwehrchef Philipp Meyer und Ersatztorwart Silvio Heinevetter fehlten, hielten sie mit dem TBV Lemgo lange Zeit Schritt. Deren Schlussmann Urh Kastelic war mit sieben Paraden im ersten Durchgang ein entscheidender Faktor, doch die Eisenacher ließen sich nicht entmutigen. Das Team kämpfte sich immer wieder zurück ins Spiel, auch als Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz kamen – ein Beweis für den unbedingten Willen zum Klassenerhalt.
Ein besonderes Augenmerk verdient Torwarttrainer Stanislaw Gorobtschuk, der in der Not zwischen den Pfosten sprang. Diese außergewöhnliche Situation unterstreicht die Entschlossenheit des gesamten Teams, bis zum Ende zu kämpfen. Die Tatsache, dass Eisenach trotz eines Rückstands von bis zu sieben Toren (23:29) nicht aufgab, zeigt Charakter und Teamgeist.
Während Lemgo den Sieg genüsslich feiern durfte, blickt Eisenach mit Zuversicht auf die kommenden Spiele. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge von sechs Punkten bei nur noch drei ausstehenden Partien lässt wenig Raum für Zweifel. Der Klassenerhalt ist zum Greifen nah – eine Belohnung für die harte Arbeit und den unermüdlichen Kampfgeist der gesamten Mannschaft. Die sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge sprechen eine deutliche Sprache, und der ThSV Eisenach kann den Blick voller Zuversicht in die Zukunft richten.
