Lebron schreibt weiter geschichte: mit 41 nba-rekord und neun siegen in serie
Er könnte längst zur Ruhe setzen, doch LeBron James spielt weiter, als gäbe es kein Morgen. Mit 41 Jahren stellt der Forward der Los Angeles Lakers nicht nur die eigene Bestmarke von 1.612 absolvierten Partien auf, er treibt auch sein Team zur besten Form der Saison.
Nach dem 112:97 in Miami stehen neun Siege in Folge auf dem Konto der Lakers. Die haben sich mit 46-25-Bilanz auf Platz drei der Western Conference festgebissen und damit in Schlagdistanz zu den Favoriten gebracht. Dahinter steckt ein Tempo, das selbst junge Knie nicht mitgehen.
Doncic und reaves machen das trio komplett
Die neue Dreierkombination aus James, Luka Doncic und Austin Reaves funktioniert längst nicht mehr nur auf dem Papier. Doncic eröffnet Räume, Reaves nutzt sie eiskalt, und James lenkt das Spiel wie ein Dirigent, der die Stäbe erst einsetzt, wenn das Orchester bereit ist. 21,1 Punkte, 5,8 Rebounds und 6,8 Assists schreibt der Rekordmann im Schnitt auf – bei 33,4 Minuten Einsatzzeit, was in seinem Alter eine Hausnummer ist.
Die Zahlen sind kein Zufall. Seit Mitte März agieren die Lakers offensiv wie defensiv in der Top-Five der Liga. Die Dreierquote kletterte auf 38 Prozent, die Punkte pro Possession auf 118,2. Trainer JJ Redick redet nicht mehr von „Potenzial“, sondern von „Reife“, und meint damit vor allem die Entscheidungen im letzten Viertel, in denen James die meisten Korbleger der Saison verwandelt.

Rekordjagd ohne ende
Vor zwei Wochen überholte er Kareem Abdul-Jabbar als erfolgreichsten Werfer der NBA-Geschichte. Jetzt liegt auch Robert Parish hinter ihm: 1.612 Spiele, allein 469 im Lakers-Trikot. Davor trug James 849 Mal das Cleveland-Cavaliers-Logo und 294 Mal das Heat-Warm-up. Die Frage, wie viele Trikots er noch wechseln wird, stellt sich nicht mehr laut, sondern nur noch leise.
Vertraglich ist James bis zum 30. Juni 2026 gebunden. Danach? Ein letztes Mal Cleveland? Oder direkt die Bügel in den Schrank hängen? Er selbst lacht die Nachfrage weg und verweist auf die Playoffs. „Da zählt nur der nächste Sieg“, sagt er nach dem Spiel in Miami und tätschelt Doncic die Glatze. Die Geste wirkt wie ein Handschlag auf Zukunft.
Die Lakers-Fans spüren: Das Finale seiner Karriere rückt näher, doch der Höhepunkt steht noch aus. Titel Nummer fünf würde die Saga perfekt machen. Und wenn es so weitergeht, ist nicht einmal die Conference Finals-Grenze das Ende. Die Western Conference hat einen neuen Alterspräsidenten – und der lässt sich nicht pensionieren.
