Furlani kehrt zurück: ein comeback in montecarlo nach verletzung
Montecarlo bebt! Nach einem frustrierenden Zwischenspiel mit einer Oberschenkelverletzung steht Mattia Furlani, der amtierende Weltmeister im Weitsprung, vor seinem Comeback beim Meeting Herculis. Der Italiener, der in Xiamen einen Rückschlag erlitt, scheint die schlimmsten Befürchtungen überwinden zu können – ein Lichtblick für den italienischen Sport.

Die angst vor dem karriereende wich hoffnung
48 Tage. So lange dauerte der ungewollte Zwangspause für Furlani, die längste seiner Karriere. Anfangs, so der junge Athlet, fürchtete er das Schlimmste: „Ich habe beinahe gedacht, dass meine Karriere gefährdet wäre, oder ich lange pausieren müsste.“ Doch der Kampfgeist des Weltmeisters, inspiriert vom Tennisstar Jannik Sinner, trug Früchte. Die medizinischen Checks bestätigten eine positive Entwicklung, und die Hoffnung auf ein schnelles Comeback kehrte zurück.
Das Ziel ist klar: Furlani will an die Form anknüpfen, die er vor seiner Verletzung zeigte. Seine Leistung in Shaoxing, mit einer Weite von 8,43 Metern, war ein Beweis seines Potenzials. Diese Marke, die er nun wieder erreichen möchte, ist derzeit die viertbeste in Europa in diesem Jahr. Nur noch 33 Tage trennen ihn von den Europameisterschaften in Birmingham, wo er um weitere Erfolge kämpfen will.
„Ich bin geheilt, und das ist das Wichtigste“, betonte Furlani. „Meine Form ist noch nicht optimal, ich habe weniger Kraft. Montecarlo ist für mich der Neustart.“ Die Atmosphäre, die Fans und das Gefühl, auf der Tartanbahn zu stehen, haben ihm in der Pause gefehlt, aber er warnt: „Erwartet kein Wunder. Ich werde nicht der beste Mattia sein, vielleicht sogar der schlechteste.“
Die Zeit der Inaktivität nutzte Furlani, um neue Energie zu tanken und die einfachen Dinge des Lebens zu genießen. Videospiele, Treffen mit Freunden und Nachwuchs-Sportarten – die Normalität, die er etwas vernachlässigt hatte. Nun gilt es, die Konzentration auf die nächste Herausforderung zu lenken.
Neben den Physiotherapeuten Alessia und Luigi Iachetti, Carlo Ranieri von der Athletik-Föderation und dem Chiropraktiker Renaud Dejean, möchte Furlani auch Jannik Sinner für seine mentale Stärke danken. „Jannik ist ein Vorbild! Seine Art, mit Rückschlägen umzugehen und sich auf Wimbledon vorzubereiten, war inspirierend.“
Die Konkurrenz in Montecarlo wird groß sein: Ehammer, Tentoglou und Saraboyukov sind nur einige der internationalen Top-Athleten, die am Start sein werden. Doch Furlani ist fokussiert: „Ich werde mein Bestes geben und Punkte für die Finals in Brüssel sammeln. Vielleicht kann ich nur drei Sprünge absolvieren, aber ich werde kämpfen.“
Die italienische Leichtathletik erlebt derzeit eine Blütezeit, und Furlani ist Teil dieser Erfolgsgeschichte. „Seit 2022 sind wir als Team stärker denn je. Die Unterstützung der Fans ist fantastisch, und es ist ein großartiges Gefühl, Teil dieser Bewegung zu sein.“
Und während Larissa Iapichino mit einem neuen italienischen Rekord in Eugene für Aufsehen sorgte, träumt auch Furlani von der 8,47 Meter-Marke von Howe. „Das ist mein nächstes Ziel – und ich werde alles dafür tun, es zu erreichen.“
Mit Jacobs, Sioli, Battocletti und Derkach reist eine starke italienische Delegation nach Montecarlo. Das Team ist bereit, und das Feuer brennt. Die Leichtathletik-Szene ist voller Erwartungen - und Mattia Furlani ist bereit, zurückzuschlagen.
